Pharmazeutische Zeitung online
ARZNEISTOFFE

Fomivirsen-Na|Vitravene®|83|1999

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STOFFGRUPPE
83 Virustatika
WIRKSTOFF
Fomivirsen-Na
FERTIGARZNEIMITTEL
Vitravene®
HERSTELLER

Ciba Vision

MARKTEINFÜHRUNG (D)
12/1999
DARREICHUNGSFORM

In Deutschland nicht mehr auf dem Markt.

Indikationen

Vitravene ist zur Behandlung von Aids-Patienten mit Cytomegalie-Viren-Infektionen zugelassen. Es darf allerdings nur angewandt werden, wenn die üblichen Virustatika, wie Ganciclovir, Cidofovir und Foscarnet kontraindiziert sind oder nicht mehr wirken. In klinischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Fomivirsen die Progression der CMV-Infektion am Auge verlangsamt.

Wirkmechanismus

Fomivirsen ist das erste Antisense-Oligonukleotid, das in Deutschland auf den Markt gekommen ist. Es besteht aus einer komplementären Nukleotidsequenz, die spezifisch an einem definierten Abschnitt der mRNA bindet und somit die Produktion von Proteinen unterdrückt, die das Virus unbedingt für seine Vermehrung benötigt.

Anwendungsweise und -hinweise

Vitravene wird unter lokaler Betäubung in den Glaskörper des Auges injiziert.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.

Letzte Aktualisierung: 08.08.2017