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Ausgabe 17/2000

24.04.2000
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Bis bald in Berlin

Titel
Dolly: Ein Schaf revolutioniert die Biologie
Gene zu vervielfältigen, zu manipulieren, genetisches Material zu transferieren und komplette Organismen, besonders von Säugetieren, zu klonieren, war lange Zeit Thema vieler Science-Fiction-Thriller. Mit der Geburt von Dolly, Polly und Gene – zwei Schafe und ein Kalb – und den Schweine-Fünflingen Millie, Christa, Alexis, Carrel und Dotcom werden diese futuristischen Visionen nun Realität. Forscher aus aller Welt erkunden das wissenschaftliche Potenzial, das diese Technologien beinhalten. Die pharmazeutische Industrie verspricht sich von der Klonierung unter anderem genetisch identische Versuchstiere und für den Menschen verträgliche Transplantate. Einigen Wissenschaftlern ist das nicht genug: Sie experimentieren bereits mit menschlichen Embryonen.

Politik
SPD leitet Kurswechsel in der Gesundheitspolitik ein

Bundeskanzler Gerhard Schröder schlägt neue Töne in der Gesundheitspolitik an. Der SPD-Chef will die Sozialsysteme entlasten, indem er die "zivile Bürgergesellschaft" stärkt. Die Versicherten sollen mehr aus der eigenen Tasche bezahlen – das wäre allerdings ein Bruch mit der bisherigen SPD-Gesundheitspolitik.

Bündnis Gesundheit bereitet neue Initiativen vor
Seit der Großdemonstration im September vergangenen Jahres in Berlin mit 25.000 Teilnehmern ist es um das Bündnis Gesundheit 2000 ruhig geworden. Doch hinter den Kulissen werden neue Aktionen vorbereitet.

Arzneimittelverordnungen für Kinder analysiert
Das Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen wird in den nächsten zehn Jahren Datenbestände der Gmünder Ersatzkasse (GEK) unter verschieden gesundheitspolitischen Aspekten auswerten. Das haben die Krankenkasse und die Uni vertraglich vereinbart, erläuterte GEK-Vorstandschef Dieter Hebel in Berlin. Man wolle damit zur Versachlichung der gesundheitspolitischen Diskussion beitragen. Eines der ersten Projekte war die Analyse aller Arzneiverordnungen für die 184.000 in der GEK versicherten sechs- bis 14-jährigen Kinder. Die Ergebnisse erläuterte der Pharmakologe Professor Dr. Gerd Glaeske von der Bremer Forschungseinheit "Gesundheitspolitik und Evaluation medizinischer Versorgung".

Außerdem in der Druckausgabe:
ABDA-Resolution: Kampf den illegalen Rezeptzuweisungen
Kassen wollen Bundesausschuss zu einer Körperschaft machen
Ersatzkassen plädieren für einen Mindestbeitragssatz
Großbritannien: Milliardenspritze für das Gesundheitswesen
Ausgaben für Sozialschutz in EU sind weiter gesunken

Pharmazie
Arteriosklerose: Rezeptoren bremsen Entzündung im Endothel
Arteriosklerose und Entzündung hängen eng zusammen. Auch ohne Infektion mit Bakterien oder Chlamydien laufen an der Wand veränderter Gefäße chronische Entzündungen ab. Proinflammatorische Mediatoren unterhalten diesen Prozess, der zur Entstehung der Plaques und damit letztlich zum Gefäßverschluss beitragen kann. Können Arzneistoffe die Entzündung aufhalten?

Candesartan und Telmisartan, zwei   Angiotensin-II-Antagonisten
Angiotenisantagonisten sind die neuste Substanzklasse der Antihypertonika. Für den Arzt bieten sie eine neue Therapieoption an, insbesondere für die Patienten, die bisher noch nicht zufriedenstellend therapiert werden konnten. Durch die einmal tägliche Gabe und die gute Verträglichkeit können auch die Patienten zu einer dauerhaften, blutdrucksenkenden Therapie motiviert werden. Inwieweit die Unterschiede zwischen den nicht kompetitiven Antagonisten Candesartan und Telmisartan und den kompetitiven Antagonisten Bedeutung im klinischen Alltag erlangen, wird erst die breite Anwendung zeigen.

DAC-NRF: Freigabe- und Laufzeitspezifikation
Bei Arzneimitteln darf der Wirkstoffgehalt nicht mehr als 10 Prozent vom Soll abweichen. Wo steht das und gilt das auch für Rezepturen? Bei dieser Frage geht es um die Richtigkeit des Arzneistoffgehaltes, das heißt meist der Konzentration, nicht um die Gleichförmigkeit des Gehaltes einzeldosierter Arzneiformen nach Arzneibuch (2.9.6; Ph. Eur 1997).

Außerdem in der Druckausgabe:
Diuretika bergen niedrigeres Diabetesrisiko
DHA fördert kognitive Leistungen
Adapalen nicht phototoxisch

Wirtschaft und Handel
Neugier weckend fragen
Apothekenkunden erwarten nicht nur eine zuvorkommende Bedienung, sondern auch ein sehr exaktes und gewissenhaftes Arbeiten – schließlich geht es um das wertvollste Gut, die eigene Gesundheit. Um den Sicherheits- und Ich-Bedürfnissen der Kunden bestmöglich zu entsprechen, wird das offensive und sensible Fragen des Arzneimittelfachmanns nicht bloß toleriert, sondern regelrecht erwartet. Doch kann man dabei Fehler machen. Sie zu vermeiden, ist Anliegen des letzten Beitrags der Kommunikationsreihe.

Vom Penicillin zur Pille – 50 Jahre Jenapharm
Das seit 1996 zu Schering gehörenden Jenaer Traditionsunternehmen ist "gut im Geschäft", wie Firmenchef Dieter Taubert sich anlässlich des kürzlich gefeierten 50-jährigen Firmenjubiläum äußerte. Zwei Drittel des Gesamtumsatzes von 234 Millionen DM machen verschiedene Hormonpräparate aus. Jenapharm gelte als einer der weltweit führenden Hersteller von Sexualhormonen.

Außerdem in der Druckausgabe:
Wann sind Krankheitskosten abzugsfähig? - Steuertipp
Mit Kooperationen zum Erfolg
Ökostrom mit Zertifikat - Ökotipp
Budgetierung von innovativen Medizinprodukten beklagt

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