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ARZNEISTOFFE

Quinupristin-Dalfopristin|Synercid®|10|2000

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STOFFGRUPPE
10 Antibiotika
WIRKSTOFF
Quinupristin-Dalfopristin
FERTIGARZNEIMITTEL
Synercid®
HERSTELLER

Aventis

MARKTEINFÜHRUNG (D)
06/2000
DARREICHUNGSFORM

nicht mehr im Handel

Indikationen

Synercid ist zugelassen zur Therapie nosokomialer Pneumonien, Haut- und Weichteilinfektionen und Infektionen mit Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VREF)- Stämmen. Es darf nur angewendet werden, wenn bekannt ist, dass die Infektion durch einen empfindlichen grampositiven Keim verursacht wurde und wenn kein anderes Antibiotikum wirksam und eine intravenöse Therapie angemessen ist.

Wirkmechanismus

Streptogramine hemmen die bakterielle Proteinsynthese, indem sie an spezielle Proteine der 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms binden. Dadurch wird die ribosomale Funktion gestoppt, und die Zelle stirbt ab. Empfindlich sind vor allem grampositive Kokken, darunter Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus und Vancomycin-resistenter Enterococcus faecium.

Anwendungsweise und -hinweise

Die Standard-Dosis beträgt 3 x 7,5 mg/kg KG Quinupristin-Dalfopristin täglich. Die Lösung muss strikt aseptisch aus der gefriergetrockneten Substanz hergestellt werden (10 ml-Durchstechflasche enthält 500 mg Pulver).

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.

Studien

Quinupristin-Dalfopristin steht seit 1993 im Rahmen eines Notfallprogramms zur Verfügung. In fünf klinischen Phase-III-Studien war die klinische und bakteriologische Wirksamkeit vergleichbar mit Standardantibiotika wie β-Lactamen, Erythromycin, Aminoglykosiden und Vancomycin.

Besonderheiten

Synercid kann nur von Krankenhaus- und krankenhausversorgenden Apotheken bezogen werden.

Letzte Aktualisierung: 07.07.2017