Pharmazeutische Zeitung Online
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Ausgabe 30/1999

26.07.1999
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PZ Pharmazeutische ZeitungGovi-VerlagPZ 30 INHALT
Editorial
Hoffnungschimmer

Titel
Robert Wilhelm Bunsen und die Pharmazie
Bunsen als Mensch, Forscher und Lehrer - dies mag bekannt sein. Aber das Verhältnis zur Pharmazie? Ein Mann, der gemeinhin als "Apothekerfresser" gilt? Und doch hat Robert Wilhelm Bunsen entscheidende Impulse für die Institutionalisierung der Pharmazie an den Universitäten des 19. Jahrhunderts gegeben. Ein Beitrag zu seinem 100. Todestag am 16. August 1999.

Politik
Ärzte wollen auf den Tag X vorbereitet sein
Die Kassenärzte wollen auf den Tag X, an dem das Arzneimittelbudget aufgebraucht ist, vorbereitet sein. In einem "Notprogramm" hat die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erste Gedanken zu Papier gebracht, die die "Ärzte Zeitung" vergangene Woche – nach Meinung der KBV verfrüht - veröffentlicht hat. Es handele sich um erste Überlegungen und keinesfalls um ein politisches Konzept oder gar Druckmittel, beteuerte Dr. Jürgen Bausch, Experte im KBV-Vorstand für Arznei- und Heilmittelfragen, bei einem Gespräch mit Journalisten in Bonn.

BPI: Positivliste wird das Budgetproblem nicht lösen
Die geplante Positivliste für Arzneimittel wird dem Arzt alles andere als die erhoffte Hilfe bei der Arzneiverordnung und der Bewältigung der Budgetproblematik bringen. Diese Auffassung vertritt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Professor Hans Rüdiger Vogel.

Bundesausschuß muß Rechtsform prüfen lassen
Der Bundesausschuß Ärzte und Krankenkassen ist vor allem wegen der verlorenen Prozesse um die Arzneimittel-Richtlinien ins Gerede gekommen. Nun wird diskutiert, ob er seine Rechtsform ändern muß.

Außerdem in der Druckausgabe:
Niedergelassene Ärzte fühlen sich von Fischer überrumpelt
Neue Methoden fallen unters Budget
Bündnis für Gesundheit: Reform verfehlt ihr Ziel
Das Schüttenverbot,  ein Epilog - Kommentar

Pharmazie
TNF-a-Blocker gegen Rheuma
Ein neues Basistherapeutikum gegen rheumatoide Arthritis ist seit einem halben Jahr in den USA auf dem Markt. Mit der deutschen Zulassung des Wirkstoffes Etanercept rechnen die Hersteller im Januar 2000, hieß es auf einer Presseveranstaltung von Weyth-Pharma in Berlin.

HIV-Fusionshemmer in Entwicklung
Im Gegensatz zu den bisher verfügbaren antiretroviralen Arzneistoffen, die die Vermehrung des HI-Virus in der Zelle blockieren, will eine neue Stoffklasse das Eindringen des Virus in seine Zielzellen, die CD4-Zellen des menschlichen Immunsystems, verhindern. Fusionsinhibitoren setzen somit am frühesten Punkt des Lebenszyklus eines HI-Virus an.

Prüfung auf Identität in der Apotheke unverzichtbar
In der letzten Zeit hat das ZL wieder zwei schwerwiegende Verwechslungen aufgedeckt. In den Apotheken waren bei Identitätsprüfungen Zweifel an den deklarierten Arzneistoffen aufgekommen. Die Proben wurden über die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker zur Überprüfung an das ZL geschickt.

Außerdem in der Druckausgabe:
Dänemark: 289 Apotheken und eine Krankenkasse
Arzneimittelinformation: Vom Anbieter bis zur Nutzung in der Apotheke
Stillen verhindert kindliches Übergewicht

Medizin
Soziale Phobie: Leben mit der Angst
Die soziale Phobie wird vermutlich häufig übersehen, weil ihre Symptomatik vorschnell einer Selbstunsicherheit oder einer "normalen" Schüchternheit zugeschrieben oder von anderen Störungen überlagert wird. Viele Sozialphobiker suchen keine Behandlung auf, leiden aber lebenslang unter ihren Schwierigkeiten.

Die Sonnenfinsternis darf kein riskantes Erlebnis werden
Am 11. August gibt es in Deutschland ein seltenes Ereignis zu beobachten: eine totale Sonnenfinsternis. Wer zwischen rund 11 und 14 Uhr seinen Blick gen Himmel richtet, kann beobachten, wie sich der Mond zwischen die Sonne und die Erde schiebt und sich an den verschiedenen Phasen der Sonnenfinsternis erfreuen. Aber Achtung: Einige Verhaltensregeln sollte man dabei beachten.

Wirtschaft und Handel
Phoenix: Moderates Wachstum, aber keine rosigen Aussichten
Der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix hat im Geschäftsjahr 1998/1999 die selbstgesteckten Ziele erreicht. Im Inland stieg der Umsatz um 5,28 Prozent auf 7,934 Milliarden DM und das Ergebnis vor Steuern um 27 Prozent auf 43,614 Millionen DM. Beim Konzernumsatz, der die Umsätze aller europäischen Töchter beinhaltet, legte Phoenix um 8 Prozent auf 12,8 Milliarden DM zu.

SB - Märkte müssen keine Konkurrenz sein
Die Diskussion um den Arzneimittelverkauf außerhalb der Apotheke wurde spätestens in dem Moment wieder angeheizt, als sich Aldi verstärkt und BP sich neu im Arzneimittelmarkt engagierten. Wie die Strategien der Apotheken aussehen sollten und wie andere Marktbeteiligte auf dieses Engagement reagieren, besprach die Pharmazeutische Zeitung mit Mario J. Perinelli, Geschäftsführer der Wybert GmbH, einer Firma, die Produkte sowohl über die Apotheken als auch in SB-Märkten erfolgreich vermarktet.

Außerdem in der Druckausgabe:
Besondere Vorsicht bei Streit um gewerbliche Einkünfte nötig - Steuertip
Spielverderber Greenspan - Pharmabörse
Meldungen

Computerpraxis
Pharmazeuten lernen im Internet
Die große, bunte Welt des Internet bietet Informationen zu beinahe jedem Thema. Klar, daß auch vielfältige Angebote zur pharmazeutischen Fort- und Weiterbildung vertreten sind. Wer sein Wissen zur Arzneimitteltherapie zahlreicher Erkrankungen, Pharmazeutischer Betreuung, Management oder Kommunikation testen möchte, kann dies gleich online tun. Top

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