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Ausgabe 23/1999

07.06.1999
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PZ Pharmazeutische ZeitungGovi-VerlagPZ 23 INHALT

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Fauler Kompromiß

Titel
Haut und Lichtschutz: Eitel Sonnenschein ist nicht angesagt
Beim Wort Strahlung werden die meisten Menschen hellhörig, manche bekommen es sogar unterschwellig mit der Angst zu tun, sei es durch das Röntgenbild beim Arzt oder durch neuentdeckte Unsicherheiten eines Kernreaktors. Daß man für ähnlich gefährliche Strahlung bei einer Urlaubsreise sogar noch Geld bezahlt, ist den wenigsten bekannt. Denn weitaus größer als das Ozonloch ist das Wissensloch in den Köpfen der Menschen.

Politik
Apothekenbetriebsordnung - alte Last oder neue Herausforderung?
Die Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) hat offensichtlich für den Berufsstand den Charakter eines Reizthemas verloren. In den 70er Jahren füllte das Thema noch Säle , resümierte Dr. iur. Johannes Pieck, Sprecher der ABDA-Geschäftsführung, in seinem Vortrag zur Einstimmung auf die anschließende Podiumsdiskussion vor rund 200 Zuhörern in Meran. Trotzdem sei es notwendig, über die Weiterentwicklung der Apothekenbetriebsordnung zu sprechen - auch vor dem Hintergrund der Diskussion um die Gesundheitsreform 2000.

Reform provoziert ein reglementiertes Chaos - Interview
Die Europawahl steht vor der Tür. Bei der Neuordnung des Europäischen Parlaments ist auch die Gesundheitspolitik betroffen. Grund genug, Apothekerin Ursula Schleicher, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, zu einschlägigen gesundheitspolitischen Themen zu befragen.

ABDA verteidigt in Anhörung bewährte Vertriebsstruktur
Einen Vertriebsweg an den Apotheken vorbei für Arzneimittel, die für einen Schwangerschaftsabbruch bestimmt sind, lehnen die Apotheker ab. Sachverständige der Pharmazie haben bei einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages in Bonn erläutert, daß sie diese Koalitionsinitiative nicht aus vordergründigen Eigeninteressen für falsch halten.

Außerdem in der Druckausgabe:
Europa wählt -  Kommentar
Ratgeber für Ärzte -  Kommentar
GIRP warnt vor einer Ausweitung des elektronischen Handels 22
GKV: Defizit im ersten Quartal
EU-Recht könnte Einkaufsmodelle in Frage stellen
Versorgungswerke: Rechtsgutachten gibt Rückendeckung
Großbritannien: Gericht befaßt sich mit aktiver Sterbehilfe
Boom bei der PKV läßt spürbar nach
Privatversicherung: Positivliste soll nur für Standardtarife gelten
Private Altersvorsorge liegt im Argen
Fachzeitschriften sind gefragt: Die PZ wird am häufigsten gelesen

Pharmazie

Pharmacon Meran

Atopikerprofitieren vom richtigen Hautschutz
Allergische Hautreaktionen vom Typ I spielen im Kindesalter bei weiten die bedeutenste Rolle. Den genauen Pathomechanismus, der schließlich zu Urticaria, Rhino-Conjunctivitis, Asthma oder sogar Schock führen kann, beschrieb Privatdozent Dr. Heinz-Jürgen Glowania aus Koblenz.

Einmal im Monat erkältet ist normal
Kinder leiden von der Geburt bis zu einem Alter von vier Jahren im Durchschnitt an fünf virusbedingten Atemwegsinfekten pro Jahr, berichtete Professor Dr. Dietrich Hofmann vom Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Die Streuung liege dabei zwischen jährlich keinem und 13 Infekten.

Bösartige Erkrankungen im Kindesalter
Die Behandlung bösartiger Erkrankungen bei Kindern weise eine einzigartige Erfolgsbilanz auf, erklärte Professor Dr. Felix Zintl von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Inzwischen könnten 75 Prozent der Kinder mit akuter lymphoblastischer Leukämie geheilt werden. Dabei handelt es sich um die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter, die in Deutschland jährlich bei 600 Patienten im Alter von zwei bis fünf Jahren auftritt.

Außerdem in der Druckausgabe:
Impfungen schützen vor Infektionen und Krebs
Das hyperkinetische Kind
Notfälle im Kindesalter - was tun?
Nicht alles ist Gold, was glänzt

Vitamin B6 bei prämenstruellem Syndron
Rivastigmin hilft Alzheimer-Patienten

Medizin
Tarnkappe von Krebszellen entschlüsselt
Berliner Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, die "Tarnkappe" von Krebszellen zu entschlüsseln. Daraus könnte sich ein weiterer Ansatz zur Krebstherapie ergeben, teilte das Universitätsklinikum Benjamin Franklin mit.

DNA mit Druck ins Herz gespritzt
US-Forscher haben künstliche Erbgut-Bausteine erfolgreich in Herzzellen eingeschleust. Statt mit einem abgeschwächten Virus als "Gen-Taxi" beförderten sie das genetische Material mit Druck in kranke Herzgefäße. Die synthetischen Erbgut-Bausteine erreichten in 90 Prozent aller Fälle den Kern von Blugefäßzellen im Herzen. Im Herzmuskel lag die Erfolgsrate bei 50 Prozent.

Außerdem in der Druckausgabe:
Herzschrittmacher bekommen auch Jahr-2000-Problem

Wirtschaft und Handel
Roche übernimmt Genentech voll
Die börsennotierte US-Biotechnologie-Gesellschaft Genentech, an der Roche bereits eine Mehrheitsbeteiligung von 67 Prozent hält, will der Schweizer Konzern voll übernehmen.

Gehe und Takkt gehen an der Börse getrennte Wege
Mit großer Mehrheit haben die Aktionäre der Gehe AG am 2. Juni 1999 der Abspaltung des Geschäftsbereichs Versandhandel für Büro-, Lager- und Betriebseinrichtungen zugestimmt. Damit wurde der Weg für eine Börsennotierung der Takkt AG freigemacht. Konsequenzen will Gehe aus dem unbefriedigenden Ergebnis des Geschäftsbereichs Gesundheitsdienste ziehen.

Außerdem in der Druckausgabe:
Warum versteht mich bloß keiner? - Kommunizieren über Kommunikation
Optimisten schwingen das Zepter - Pharmabörse

Magazin
Das totale Leben
Highlight-Kongreß: Und alles dreht sich um das Licht
Gewinner des Govi-Rätsels stehen fest
Expo 2000: Die Konstruktion Mensch

Recht
Serie "Apotheke und Wettbewerbsrecht", Teil 12:
Der Apotheker als Referent in einer Seminarveranstaltung
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