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Ausgabe 27/1999

05.07.1999
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PZ Pharmazeutische ZeitungGovi-VerlagPZ 27 INHALT

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Reformzirkus

Titel
Embryonale Entwicklung und Aufbau der Niere
Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Ausscheidung körpereigener und körperfremder Substanzen. Sie sind ebenso unverzichtbar für die Volumenregulation der Extrazellularflüssigkeit des Körpers und bestimmen entscheidend die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten.

Politik
Gesundheitsreform 2000: Fischer beharrt in erster Lesung auf Positivliste
Koalition und Opposition streiten sich über die Positivliste für Arzneimittel. Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) verteidigte im Bundestag in der Debatte über den Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform das Vorhaben, bis Herbst 2001 die Positivliste einzuführen. Der FDP-Gesundheitspolitiker Dieter Thomae befürchtet dagegen, daß die Liste die Therapiefreiheit des Arztes einschränkt.

Neues Bundesamt wird Festbeträge regeln
Die Festbeträge für Arzneimittel werden künftig durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates festgesetzt und angepaßt. Verordnungsgeber ist das Bundesgesundheitsministerium (BMG), das diese Aufgabe auf eine neue Bundesoberbehörde in seinem Geschäftsbereich übertragen kann. Das geht aus dem ersten vertraulichen Arbeitsentwurf eines Festbetrags-Neuordnungsgesetzes (FNG) hervor.

Fremd- und Mehrbesitzverbot: Starck erläutert Gutachten
Professor Dr. Christian Starck, Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht an der Universität Göttingen, hat vor der Mitgliederversammlung der ABDA am 30. Juni in Bonn seinen gutachterlichen Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Diskussion der "Vereinbarkeit des apothekenrechtlichen Fremd- und Mehrbetriebsverbotes mit den verfassungsrechtlichen Grundrechten und dem gemeinschaftsrechtlichen Niederlassungsrecht" erläutert. In jüngster Zeit habe vor allem Jochen Taupitz die Verfassungswidrigkeit des Mehrbesitzverbotes zu begründen versucht, so Starck, der dem widersprach.

Außerdem in der Druckausgabe:
Großbritannien: Parallelimporte werden erschwert
Friese dankte und verabschiedete Hoffacker
Private Versicherer sind sehr skeptisch
Großbritannien: Minister rührt am ärztlichen Verschreibungsmonopol
ABDA-Sommerfest: Bye-bye Bonn

Pharmazie

Bärlauch in Medizin und Mythologie
Jedes Jahr, wenn die Flora zum Leben erwacht, findet man an unter den noch spärlich belaubten Bäumen eine Pflanze, deren Aussehen an das Maiglöckchen erinnert. Wer die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, erkennt sofort den charakteristischen Duft des Bärlauchs, einer alten europäischen Arznei- und Nahrungspflanze.

Nahrung als Therapie
Die Vorteile liegen auf seiten der enteralen Ernährung. Verglichen mit der parenteralen Nahrungszufuhr ist sie die physiologischere. Sie ist weniger invasiv, weniger Infektions-behaftet und zudem kostengünstiger. Ihr Preis beläuft sich auf etwa ein Fünftel bis ein Achtel der Kosten für die parenterale Ernährung. Weiterer Pluspunkt: Patienten können frühzeitig aus dem Krankenhaus entlassen werden und nach einer Schulung die Ernährungstherapie mit mobilen Ernährungspumpen-Systeme zu Hause fortsetzen.

Patientenbefragung: Mehr Lebensqualität durch Antacida
Rund ein Drittel aller Deutschen leiden mindestens einmal pro Jahr an dyspeptischen Beschwerden.  Allerdings konsultiert nur jeder Dritte Betroffene einen Arzt. Dem Apotheker kommt daher in Sachen Betreuung und Beratung solcher Patienten eine besondere Verantwortung zu. In einer von Apotheken unterstützten Patientenbefragung wurden deshalb die Auswirkungen einer Antacidatherapie mit 680 mg Calciumcarbonat und 80 mg Magnesium-carbonat pro Tablette* auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten mit dyspeptischen Beschwerden untersucht.

Außerdem in der Druckausgabe:
Physikalische Keimdaten von C13 Harnstoff -Praxis und Labor

Medizin
Sind Prostata-Schnelltests schnell, zuverlässig und sinnvoll?
Seit kurzem ist in den Apotheken ein "Prostata-Schnelltest" erhältlich, den die Patienten selbst zu Hause durchführen können (3). Abgabe und Anwendung dieses Patiententests erfordern allerdings die sorgfältige Beratung in der Apotheke. Sicherer ist es, den Test in der Apotheke für die Patienten vorzunehmen.

Mit Magnet durch den Magen
Mit einem neuen ferromagnetischen Verfahren können Zerfall und Passage von Arzneiformen im Gastrointestinaltrakt untersucht werden. Bei der Magnetischen Quellenlokalisation werden die zu untersuchenden Präparate mit Magnetit (Fe3O4) beladen und anschließend magnetisiert, was zur Ausbildung von Dipolen führt. So können Wissenschaftler die Substanz anhand der entstandenen Feldlinien orten.

Wirtschaft und Handel
Karlsruher Gesundheitswochen: Gemeinschaft macht (umsatz)stark
Der Vogel Strauß hat zwar keine Probleme mit seinen Venen, da Muskelfaszien wie aus Leder ein übermäßiges Ausweiten der Venen verhindern. Dafür stecken Karlsruher Apotheker trotz 40prozentiger Einbußen bei Venentherapeutika den Kopf nicht wie Vogel Strauß in den Sand, sondern demonstrieren mit der beispielhaften Aktion "Karlsruher Gesundheitswochen - Venen" den Nutzen und die Bedeutung der Apotheke.

Stada will Generikageschäft in Europa ausbauen
Durch eine breite Streuung der Chancen und Risiken durch Internationalisierung der Geschäftstätigkeit will das Management der Stada AG, Bad Vilbel-Dortelweil, sich gegen die nationalen Auswirkungen der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen wappnen. Konkret im Visier ist der weitere Ausbau des Generikageschäfts in Europa. Diese Strategie stellte Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff in den Vordergrund der Unternehmensplanung vor der Hauptversammlung am 29. Juni in Frankfurt am Main.

Außerdem in der Druckausgabe:
Europäischer Pharmaverband: Als Pharmastandort ist Deutschland unattratkiv
Verla-Pharm feiert 50jähriges
Größte Insulinanlage entsteht in Höchst
Frauen auf dem Vormarsch- Pharmabörse
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