Pharmazeutische Zeitung Online
AMK

Ausgabe 19/1999

10.05.1999
Datenschutz bei der PZ

PZ Pharmazeutische ZeitungGovi-VerlagPZ 19 INHALT
HomeEditorial
Visionen

Titel
Von A bis G: Diagnostik und Therapie der Virushepatitis
Bis heute wurden sechs verschiedene Erreger der Virushepatitis identifiziert, die mit den Buchstaben A, B, C, D oder Delta, E und G bezeichnet werden. Die enteral übertragenen Formen können durch konsequente Hygienemaßnahmen und bei der Hepatitis A durch eine Impfung vermieden werden. Die parenteral übertragenen Infektionen mit Hepatitis B-, C- und D-Viren verlaufen in unterschiedlichem Ausmaß chronisch; ihre Spätfolgen verursachen hohe volkswirtschaftliche Kosten.

Politik
Keller: Aufbruch statt Budgetierung
Mit ihren Vorschlägen zur Gesundheitsreform 2000 setzt die Bundesregierung nach Einschätzung von Hermann Stefan Keller die falschen Signale.

Von Sahnestückchen und der Chaotisierung der Versorgung
Zum Wortgefecht trafen sich beim diesjährigen Infotainment drei Kombattanten: Franz Knieps, Chefdenker der AOK, Dr. Lothar Krimmel, Kassenärztliche Bundesvereinigung, und Heinz-Günter Wolf, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. "Wir fechten Florett", gab Moderator Dr. Paul Hoffacker, Geschäftsführer Wirtschaft und Sozialpolitik der ABDA, vor. Der Bayerische Rundfunk hat die Veranstaltung aufgezeichnet und will sie im Bildungskanal senden.

Ressourcen effektiver nutzen
Die Deutschen werden immer älter, die medizinische Versorgung immer fortschrittlicher, aber auch aufwendiger. Damit schnellen die Ausgaben für unser Gesundheitswesen weiter in die Höhe. Ziel müsse es deshalb sein, bei den Leistungen Notwendiges von Wünschenswertem abzugrenzen, um mit dem vorhandenen Geld so lange wie möglich auszukommen, betonte Professor Dr. Dr. h.c. Peter C. Scriba in seinem Festvortrag während dem 36. Wirtschaftsforum des DAV am 6. Mai in Baden-Baden. Nur durch konsequent rationales Handeln der Mediziner könne die quälenden Enge finanzieller Mittel erträglicher gestaltet werden.

Außerdem in der Druckausgabe:
DAV-Wirtschaftsforum:
Chancen und Risiken früh erkennen
Zufriedene Kunden und glückliche Mitarbeiter
Keine Scheu vor Modellversuchen und Strukturverträgen
Europa und die Apotheken
Exzellente Kundenpflege durch Gesundheitsberatung
"Sind wir besser oder nur nicht schlechter?"
Innovative Arzneimittel als Markt der Zukunft
DAV-Mitgliederversammlung im Zeichen der Gesundheitsreform

Gesundheitsreform 2000: Es hagelt nichts als Kritik
Weiterbildung: Fachapothekervielfalt in der Europäischen Union
GKV alarmiert: Beitragssätze sind nicht mehr stabil
Herkunftsangaben von Blutplasma sind ausreichend
Globalbudget: Krankenkassen lehnen Haftung bei Überschreitung ab
Medizinischer Dienst steigt in Beratung ein
Europäisches Parlament: Studie soll europäische Zulassungswege entrümpeln
Pharmakotherapie: Hausärzte nennen Politik der KBV patientenfeindlich
Kassenärzte lehnen jede Budgetverantwortung ab
Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke - EU-Nachrichten

Pharmazie
Epilepsie: Schwer ausrottbare Irrtümer
Ein breites Themenspektrum bot die diesjährige Fortbildungwoche im Land Brandenburg vom 22. bis 24. April 1999 in Potsdam. Im Apothekerhaus informierten sich 90 Teilnehmer unter anderem über Epilepsie.

Interferon reduziert Gehirnatropie bei MS-Patienten
Neuen Studienergebnissen zufolge hat das Interferon beta-la (Avonex™ von Biogen) einen positiven Effekt auf Gehirnatrophie, die bei MS-Patienten auftritt. Die Atrophie ist irreversibel und im Krankheitsverlauf fortschreitend wie auch andere MS-Symptome, beispielsweise Gedächnisverlust, unartikulierte Sprache und verminderte Muskelkontrolle. Die Studie habe ergeben, daß sich der Gehirngewebsverlust im zweiten Jahr der Behandlung mit Avonex™ um 55 Prozent reduziere, so Biogen. Die Ergebnisse wurden anläßlich der 51. Jahrestagung der American Academy of Neurology in Toronto. Kanada, bekanntgegeben.

Pharmacogenomics zwischen Arzneimitteln und Genen
Optimale Arzneimittelversorgung oder die Büchse der Pandora? Sicher sind sich selbst die Experten nicht, wie sie die neue Fachrichtung "Pharmacogenomics" bewerten sollen. "Auch die Pharmafirmen sind nicht durch die Bank euphorisch", erklärte Dr. Rolf Zettl von GenProfile, einem Berliner Biotech-Unternehmen, auf der Jahrestagung der Biotechnologen während der Dechema Ende April in Wiesbaden.

Außerdem in der Druckausgabe:
Bakterien ersetzen Chemiker
Vom Hörsaal in den Ballsaal
Gegen den kleinen Hunger zwischendurch
Doppelter Antrag für neues Insulin
Positives Votum für Rofecoxib

Medizin
Kein höheres Brustkrebsrisiko durch Fett
Fettreiche Ernährung hat offenbar doch keinen negativen Einfluß auf das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Michelle D. Holmes und ihre Kollegen kommen damit zu einem anderen Ergebnis als verschiedene frühere Studien, in denen dauerhaft erhöhter Fettkonsum mit einem gesteigerten Brustkrebsrisiko verknüpft wurde.

Brücken schlagen zum Wohle des Patienten
Offene Medizin nennt das Team um Professor Dr. Gerd Nagel das Konzept an der Klinik für Tumorbiologie (KTB) in Freiburg im Breisgau. Die Kombination aus Schulmedizin, Naturheilverfahren, unkonventionellen Methoden sowie psychologischer Betreuung und Beratung nimmt Rücksicht auf die Bedürfnisse des Patienten. Mitte April konnten sich mehr als 120 Apothekenangestellte über dieses Modell informieren: Die Klinik öffnete dem Berufsverband der Angestellten in Apotheken (BVA) seine Behandlungsräume für einen Berufsbildungstag.

Außerdem in der Druckausgabe:
Blauer Dunst schnürt Ungeborenen die Luft ab

Wirtschaft und Handel
Krankenhauslogistik auf neuen Wegen
Nach Berechnungen des Münsteraner Wirtschaftswissenschaftlers Professor Dr. Wilfried von Eiff verursacht jede im Krankenhaus vorrätig gehaltene Einmalspritze im Materialwert von 10 Pfennigen Logistikkosten von 4 DM. Es ist also nur konsequent, nicht nur die Produktkosten im Auge zu behalten, sondern besonders auf die Prozeßkosten der Materialwirtschaft im Krankenhaus zu achten.

BKK für Heilberufe: Erfolgreicher Jahresabschluß
Der Verwaltungsrat der Betriebskrankenkasse für Heilberufe in Düsseldorf hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Beitrag bis zum Jahresende bei dem günstigen Satz von 11,9 Prozent zu belassen, dies allerdings vorbehaltlich regelmäßiger Finanzberichte. Für das Geschäftsjahr 1998 meldete die Krankenkasse zugleich einen erfolgreichen Abschluß.

Außerdem in der Druckausgabe:
Positive Konjunktursignale  - Pharmabörse
Meldungen

Magazin
Raten und Gewinnen
Software erleichtert das Leben
Pharmacon Meran 1999: Preisträger zeigen ihr Talent

Recht
Abgabe von Speisen und Getränken in Apotheken
Top

© 1999 GOVI-Verlag
E-Mail: redaktion@govi.de

Mehr von Avoxa