Pharmazeutische Zeitung online
ARZNEISTOFFE

Levacetylmethadol|Orlaam®|05|1998

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STOFFGRUPPE
05 Analgetika/Antirheumatika
WIRKSTOFF
Levacetylmethadol
FERTIGARZNEIMITTEL
Orlaam®
HERSTELLER

Sipako

MARKTEINFÜHRUNG (D)
05/1998
DARREICHUNGSFORM

In Europa nicht mehr auf dem Markt.

Indikationen

Levacetylmethadol wird als Hydrochlorid in Lösung für die Substitutionstherapie von Opiatabhängigen eingesetzt und wurde erstmals europaweit für diese Indikation zugelassen.

Wirkmechanismus

Levacetylmethadol übt seine klinischen Wirkungen bei der Behandlung des Opiat-Missbrauchs anhand von zwei Mechanismen aus. Zunächst erbringt die Substanz eine Kreuzsubstitution für Opiate des Morphin-Typs und unterdrückt bei Abhängigen die Entzugssymptome. Zum zweiten kann die chronische orale Levacetylmethadol-Applikation eine Toleranz hervorrufen, die zur Blockade der subjektiv als euphorisierend empfundenen Wirkung parenteral applizierter Opiate führt.

Anwendungsweise und -hinweise

Orlaam wird nur alle 2 bis 3 Tage eingenommen und soll nur im Kontext eines integrierten, die medizinische, soziale und psychologische Versorgung einbeziehenden Behandlungskonzeptes bei Patienten angewendet werden, die zuvor mit Methadon behandelt wurden.

 

Bei den meisten Patienten kann bei Dosen zwischen 60 und 90 mg, dreimal pro Woche, eine Stabilisierung erzielt werden.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.

Formeln

Levacetylmethadol

Levacetylmethadol

Die dreidimensionale Strukturformel können Sie mit einem kostenlosen Zusatzprogramm aus dem Internet, zum Beispiel Cortona von Parallelgraphics, ansehen (externer Link).

Levacetylmethadol.wrl

Letzte Aktualisierung: 19.01.2018