RAS-Inhibitor macht Hoffnung beim Pankreaskarzinom |
Wir erleben gerade eine Zäsur in der Onkologie, die viele noch vor Kurzem für unmöglich gehalten hätten. Mit dem K-RAS-Inhibitor Daraxonrasib keimt neue Hoffnung auf, bei der Behandlung eines Pankreaskarzinoms deutliche Fortschritte zu erzielen.
KRAS beziehungsweise K-RAS ist ein monomeres G-Protein, das eine entscheidende Rolle bei der Proliferation solider Tumoren spielt. Es fungiert als zentrales Element einer Reihe von Signaltransduktionswegen, die Wachstum und Differenzierung von Zellen regulieren. Jahrzehntelang galt das K-RAS-Protein aufgrund seiner kugeligen Struktur als »undruggable« und damit nicht als geeignetes Ziel einer Pharmakotherapie.
Das scheint sich nun zu ändern. Von Fachleuten als spektakulär bewertete Daten aus klinischen Studien mit dem neuen RAS-Inhibitor Daraxonrasib machen Hoffnung, ein Pankreaskarzinom künftig besser kontrollieren zu können.
Daraxonrasib ist ein oraler, nicht kovalenter RAS(ON)-Pan-Inhibitor. Der Wirkstoff bildet zusammen mit Cyclophilin A und dem GTP-gebundenen RAS-Protein einen Dreifachkomplex. Der Komplex blockiert sterisch sehr effektiv die Effektorbindung und unterdrückt nachhaltig die nachgeschaltete Signalkaskade – unabhängig von der jeweiligen RAS-Variante.
Dieser Inhibitor steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge von PZ-Nachgefragt. Darin diskutieren die Professoren Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz und Dr. Theo Dingermann die Besonderheiten rund um Daraxonrasib und ordnen die bisherigen Daten ein.
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