HRT – Hype oder Hoffnung? |
Estradiol-Creme gegen Falten im Gesicht anwenden? Mit einer Hormonersatztherapie (HRT) niemals ins Altersheim müssen? Seit einigen Jahren wird das Thema »Wechseljahre« in Medien und vor allem auch auf Social Media immer häufiger aufgegriffen, zum Teil seriös, zum Teil mit obskuren Behauptungen.
Auslöser für den Meno-Hype waren der »Meno-Tik Tok-Boom« seit 2023 und Milliardenaufrufe für Hashtags wie #menopause auf Tik Tok und Instagram. Frauen können sich auf diese Weise austauschen und haben zur Thematik und dem Umgang damit prominente Vorbilder, etwa Naomi Watts, Gwyneth Paltrow oder Halle Berry sowie deutsche Autorinnen und Ärztinnen. Es ist kein Tabu mehr, über Hitzewallungen, Wut und Menobauch öffentlich zu sprechen. Hinzu kommt, dass der Hormonersatztherapie durch wissenschaftliche Neubewertungen der Makel genommen wurde.
So weit, so sinnvoll. Doch was unterscheidet seriöse Aufklärung von zweifelhaften Tipps? Und wem sollten Frauen vertrauen? Gerade hier sind auch Apothekenteams gefragt. Sie können über den aktuellen wissenschaftlichen Stand beraten und helfen, Wichtiges von Nonsens zu unterscheiden.
In der aktuellen Folge von »PZ Nachgefragt« spricht Professorin Dr. Petra Stute, leitende Ärztin und stellvertretende Chefärztin der Frauenklinik am Inselspital Bern, über das »Trend«-Thema Wechseljahre und über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu. Die Expertin ist außerdem Präsidentin des gemeinnützigen Vereins »menoQueens« mit Sitz in Bern. Hier finden Frauen ganzheitliche Unterstützung bei physiologischen und medizinisch induzierten Wechseljahrsbeschwerden.