Ateş Gürpınar über GKV-Löcher und -Lösungen |
Die Merz-Regierung verzeichnet aktuell historische Tiefstwerte, wenn nach der Beliebtheit in der Bevölkerung gefragt wird. Nur 13 Prozent der Menschen in Deutschland sind mit der Leistung der aktuellen Bundesregierung zufrieden. Auch hinsichtlich der aktuellen Reformen, sei es Rente oder Gesundheitswesen, hagelt es Kritik – ein Anlass, die Opposition zu befragen. Ateş Gürpınar ordnet ein, wie es seiner Ansicht nach mit Ausgaben und Einnahmen der Kassen weitergehen soll.
Insbesondere Geringverdienende und der Mittelstand werden durch die Reformen belastet, so Gürpınar. Er erwarte mehr Solidarität aus den betuchteren Reihen der Gesellschaft. Wären die Apotheken Gewinner oder Verlierer der Gesundheitspolitik der Linken?
Diesbezüglich kommt er auch auf Fehler im aktuellen Finanzierungssystem zu sprechen. »Ich rede sozusagen nicht von sozialistischen Phantasien, es gab bis in die Achtziger Jahre auch in Westdeutschland die bedarfsdeckende Versorgung. Da wurden die Krankenhäuser danach bezahlt, was nötig war, und eben nicht nach den Fällen, die sie gemacht haben«, sagt Gürpınar. »Niemand käme auf den absurden Gedanken, die Feuerwehr nur dann zu bezahlen, wenn es brennt«, vergleicht er.
Auch Gürpınar gehört zu den Kritikern von Warkens Spargesetz. Er reichte sogar einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht ein. Dieser wurde jedoch abgelehnt. Was die Gründe hierfür sein könnten, erfahren Sie in der aktuellen Folge »PZ Nachgefragt«.
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