| Lukas Brockfeld |
| 17.07.2026 10:32 Uhr |
Die Bundesagentur für Arbeit hat die Beschäftigtenzahlen für Apotheker und Pharmazeuten untersucht. / © IMAGO/Ardan Fuessmann
Apothekerinnen und Apotheker gehören zu den gesuchten Fachkräften. Lange Zeit zählte die Bundesagentur für Arbeit sie sogar zu den sogenannten Engpassberufen. Seit 2025 fallen Apotheker allerdings nicht mehr in diese Kategorie. In einem neuen Bericht bietet die Arbeitsagentur einen detaillierten Einblick in die Beschäftigungszahlen von Apothekern und Pharmazeuten.
Die Agentur spricht hier von einer »positiven« Entwicklung in der Apothekenbranche, die dem steigenden Kostendruck und der Konkurrenz durch den Versandhandel trotzt. Über die genaue Zahl der beschäftigten Apotheker und Pharmazeuten gibt es allerdings abweichende Angaben.
Laut den Zahlen der ABDA gab es 2025 70.000 Menschen, die als Apotheker oder Pharmazeuten beschäftigt waren. Davon waren rund 56.000 als Apothekerinnen und Apotheker in Apotheken tätig. Etwa 14.000 Pharmazeutinnen und Pharmazeuten arbeiteten außerhalb von Apotheken, beispielsweise in der Pharmaindustrie oder an Universitäten. Vor allem die Zahl der Beschäftigten in der Pharmaindustrie legte zu und stieg 2025 auf gut 8000.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt auch Zahlen aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. Demnach haben im Jahr 2025 sogar etwa 100.000 Menschen in Deutschland ihren Lebensunterhalt als Apotheker oder Pharmazeuten bestritten. 16 Prozent von ihnen waren laut Mikrozensus als Selbstständige tätig.
Die eigene Statistik der Bundesagentur für Arbeit wies 2025 rund 62.000 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte aus, die als Apotheker oder Pharmazeuten angestellt waren. Verglichen mit 2024 ist das ein Zuwachs von 1 Prozent.
Im Laufe des Jahres 2025 wurden der Arbeitsagentur rund 1000 Stellenangebote für Pharmazieberufe gemeldet – 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg aber auch die Zahl der arbeitslosen Pharmazeuten um 10 Prozent. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote lag aber trotz des Anstiegs mit 3,1 Prozent weiter nah an der Vollbeschäftigung.
Der Bericht der Arbeitsagentur wirft auch einen Blick auf den Nachwuchs: Im Studienjahr 2024/25 waren demnach 16.000 Personen für ein Pharmaziestudium eingeschrieben. Gut 2000 Studierende beendeten 2024 erfolgreich ihr Pharmaziestudium.