»Als hätten Frauen keine Nieren und keine großen Zehen« |
| Paulina Kamm |
| 19.06.2026 12:00 Uhr |
Hinsichtlich Frauengesundheit besteht, wider der Wahrnehmung mancher, meist männlicher Experten, weiterhin massiver Nachholbedarf – auf nationaler, insbesondere allerdings auf globaler Ebene. Sichtbar wird dies laut der Obfrau des Gesundheitsausschusses und Berichterstatterin für seelische Gesundheit, Frauengesundheit, Bioethik sowie europäische und globale Gesundheit, Kirsten Kappert-Gonther, besonders im Bereich der Geburtshilfe: »Alle zwei Minuten stirbt eine Frau weltweit rund um die Geburt«, so die Grünen Politikerin.
Kappert-Gonther setze sich für mehr globale Solidarität seitens Deutschlands ein, denn Privilegien bedeuten für die Politikerin Verantwortung. Blickt man auf den globalen Süden, kann Deutschland einige Vorteile wie den Zugang zu sauberem Wasser und allgemeine hygienische Standards verzeichnen.
Antifeministische Bewegungen, die momentan global Aufschwung erhalten, hemmen dringend notwendige Fortschritte zu mehr Gleichberechtigung – auch in der Medizin. »Der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch wird wieder enger, auch hier bei uns in Deutschland«, berichtet die Bremerin. Dieser sei für Kapper-Gonther allerdings Grundvoraussetzung für den Fortschritt der medizinischen Gleichstellung der Geschlechter.
»Ich halte es für zwingend notwendig, dass wie die Apotheke vor Ort stärken«, positioniert sich die Grünen-Politikerin klar. Welche Rolle Kappert-Gonther den Apotheken insbesondere hinsichtlich der Förderung der Frauengesundheit zuschreibt, hören Sie in der aktuellen Folge PZ Nachgefragt.