»Die Ministerin begrüßt das« |
| Alexander Müller |
| 12.06.2026 12:00 Uhr |
Die Apothekerschaft könne ein bisschen stolz darauf sein, was über Jahre vorbereitet und jetzt erreicht wurde, so Preis: Die bitter notwendige Honorarerhöhung nach 13 Jahren, auch wenn diese etwas »halbherzig« in zwei Schritten umgesetzt und mit dem GKV-Spargesetz wieder reduziert werde. »Aber letztendlich ist ein gewisses Ziel erreicht«, so Preis. Darauf könne man jetzt aufbauen.
Besonders freut Preis, dass der Apothekerberuf über zusätzliche Leistungen wie weitere Impfungen oder die venöse Blutabnahme aufgewertet wird. Jetzt gelte es, dass die Apotheken im geplanten Gesetz zur Primärversorgung eine gute Rolle spielen. »Nach der Reform ist vor der nächsten Reform«, so Preis.
Die teils harsche Kritik der Ärzteschaft an der neuen Rolle der Apotheken nimmt der ABDA-Präsident gelassen: »Das wird sich einrenken. Denn es geht um eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten.« Die Ärzte seien unbestritten ein sehr wichtiger Heilberuf, aber Primärversorgung könne gar nicht ohne Apotheken stattfinden. Ziel sei eine strukturierte Einbindung der Berufsgruppen.
Die ABDA hat hierzu schon ein neues Positionspapier vorgelegt und Preis weiß Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hinter sich. »Die Ministerin weiß das. Sie begrüßt das sehr, dass wir uns da in der Primärversorgung engagieren und der Prozess zum Gesetz beginnt ja erst. Und es ist wichtig, die Interessen der Apothekerinnen und Apotheker frühzeitig anzumelden.«