Gender Pain Gap: Was sich ändern muss |
Warum werden Schmerzen je nach Geschlecht unterschiedlich ernst genommen und behandelt? Genau darum geht es beim »Gender Pain Gap«. Professorin Dr. Bettina Pfleiderer von der Universität Münster und Expertin für gendersensible Medizin erklärt, warum die Schmerzmedizin bis heute Lücken hat.
Die Ursachen reichen tief: historische Vorurteile, unbewusste Bias im Klinikalltag und eine Forschung, die lange am »Standardpatienten Mann« ausgerichtet war. Betroffen sind nicht nur Frauen, sondern beispielsweise auch auch ältere Menschen, Kinder oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Besonders deutlich wird das in Notaufnahmen, wo Angaben über Schmerzen je nach Person unterschiedlich ernst genommen werden.
Was sich ändern müsse? Mehr geschlechts- und diversitätssensible Medizin, bessere Ausbildung und Forschung, die Unterschiede konsequent berücksichtigt. »Wenn wir diesen Podcast in zehn Jahren nochmal aufnehmen würden, würde ich Fortschritte daran erkennen, dass der Gender-Pain-Gap gar kein Thema mehr ist«, so Pfleiderer im Podcast »PZ Nachgefragt«.
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