| Alexander Müller |
| 24.07.2026 10:50 Uhr |
ABDA-Präsident Thomas Preis beim DAT 2025 mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Auf sie folgt jetzt Carsten Linnemann an der Spitze des BMG. / © PZ/Alois Müller
Im Rahmen der Kabinettsumbildung wechselt die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ins Kanzleramt. »Die gut einjährige Amtszeit von Bundesministerin Warken war geprägt von dringend notwendigen Reformen im Gesundheitswesen«, so Preis. Der ABDA-Präsident hebt die wichtige Apothekenreform hervor, die Warken noch vor der Sommerpause abgeschlossen hat. Die Zusammenarbeit habe er jederzeit »auf Augenhöhe« erlebt, so Preis.
Mit der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Apothekenreform dürften die Apotheken zwar im weiteren Verlauf der Legislatur nicht mehr im Fokus stehen. Ruhig wird es Preis zufolge trotzdem nicht: »Weitere Reformen wie die Primärversorgung und Strukturreform im Gesundheitswesen konnten erst angestoßen werden. Wir stehen als Apothekerschaft bereit, diese Reformen weiter aktiv und konstruktiv zu begleiten.«
Dabei muss sich die ABDA auf einen neuen Ansprechpartner einstellen. Carsten Linnemann wurde heute von Kanzler Merz als neuer Gesundheitsminister bestätigt. Linnemann ist damit der nächste Gesundheitsminister aus Nordrhein-Westfalen. Der 48-Jährige kommt aus dem ostwestfälischen Paderborn, Preis ist Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein.
Doch der ABDA-Präsident sieht mehr als regionale Anknüpfungspunkte: »Als früherer Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion kennt Herr Linnemann die Probleme kleiner und mittelständischer Unternehmen, zu denen auch Apotheken gehören.«
Preis freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Gesundheitsminister Linnemann: »Wir setzen auf eine weitere Stärkung der öffentlichen Apotheken als zentrale Gesundheits- und Arzneimittelversorger, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist.«