| Alexandra Amanatidou |
| 04.09.2026 10:30 Uhr |
Der umstrittene Unternehmer und Influencer Fynn Kliemann teilt in seiner Instagram-Story mit, dass er Apotheken liebt. / © Screenshot vom Instagram-Account @fimbim
»Ich muss sagen: Ich liebe, liebe, liebe, liebe Apotheken«, so der Influencer. In seinem 16-sekündigen Video bezeichnet Kliemann Apotheken als den »schnelleren Arzt« und lobt, dass es dort keine Wartezeiten gibt. »Du kaufst dir einfach eine Lösung für deine Krankheit«, sagt er und fügt hinzu: »Die sagen ›20 Euro‹ und das Problem ist gelöst.«
Der umstrittene Influencer lobt außerdem die Kenntnisse der Apothekenmitarbeiterinnen und Apothekenmitarbeiter sowie die Möglichkeit, Medikamente direkt mitzunehmen. »Hier rein oder hier rein, irgendwo kommt es rein und auf einmal geht es dir gut«, sagt er humorvoll.
Mit DIY-Heimwerker-Videos ist Kliemann zu einem der erfolgreichsten YouTuber Deutschlands geworden. Nach einem Skandal zog er sich allerdings aus der Öffentlichkeit zurück.
Während der Corona-Pandemie verkaufte er Corona-Masken, die er als unter fairen Bedingungen und in Europa produzierte Ware vermarktete. Im Jahr 2022 warf ihm das »ZDF Magazin Royale« betrügerische Geschäfte vor. Demnach sollen die Masken teils unter ausbeuterischen Bedingungen in Vietnam und Bangladesch produziert worden sein. Darüber hinaus sollen irreführende Angaben zu den erwirtschafteten Gewinnen gemacht worden sein. Außerdem sollen rund 100.000 Masken öffentlichkeitswirksam an Geflüchtete gespendet worden sein, ohne zu erwähnen, dass es sich dabei um mangelhafte Ware mit verringertem Infektionsschutz handelte.
Im selben Jahr wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen ihn eingeleitet, das ein Jahr später aufgrund von Geringfügigkeit ohne Auflage eingestellt wurde.
Auf Instagram folgen ihm nach wie vor über 600.000 Menschen.