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Designierter Gesundheitsminister
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Das ist Carsten Linnemann

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann soll neuer Bundesgesundheitsminister werden, da Amtsinhaberin Nina Warken ins Bundeskanzleramt wechselt. Als Linnemann das erste Mal ein Ministerposten angeboten wurde, wollte er es nicht machen. Jetzt hat ihn der Kanzler wohl doch rumgekriegt.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 24.07.2026  06:50 Uhr

Seine erste Chance, in die Bundesregierung zu wechseln, ließ Carsten Linnemann im vergangenen Jahr ungenutzt. »Wir haben in den letzten drei Jahren hart daran gearbeitet, unsere CDU wieder aufzubauen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Ich will ihn fortsetzen«, sagte der CDU-Generalsekretär knapp zwei Monate nach der Bundestagswahl zur Begründung.

Das zweite Angebot von Bundeskanzler Friedrich Merz hat er nun offenbar angenommen. Er soll Nina Warken Medienberichten zufolge an der Spitze des Gesundheitsministeriums ablösen, die ins Kanzleramt wechselt. Kanzler Friedrich Merz will die Personalrochade voraussichtlich heute bekannt geben.

Linnemann war schon vor der Wahl als Minister eines Superministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Gespräch. Zu der Fusion der beiden wichtigen Ministerien kam es aber nicht. Linnemann hätte trotzdem ins Kabinett wechseln können, entschied sich aber für die Parteizentrale.

Kein leichter Stand in der Parteizentrale

Dort hatte er in den ersten knapp 15 Monaten der schwarz-roten Koalition allerdings keinen leichten Stand. Im Schatten von Parteichef und Kanzler Friedrich Merz konnte er sich nicht so richtig entfalten. Für die sinkenden Umfragewerte der Union ist zwar eher die Bundesregierung verantwortlich. Sie bleiben aber auch an ihm als Parteimanager hängen. Die AfD hat die Union inzwischen in den bundesweiten Umfragen weit abgehängt. Wäre Linnemann Generalsekretär geblieben, hätte er bei krachenden Niederlagen der CDU bei den Landtagswahlen im September um seinen Posten bangen müssen.

»Einfach mal machen« gilt als Losung des 48-Jährigen aus Paderborn, der auch Vizepräsident seines gerade in die erste Fußball-Bundesliga aufgestiegenen Heimatvereins SC Paderborn ist.

Buchhändlerfamilie und SC Paderborn

Der aus einer Buchhändlerfamilie stammende Ostwestfale hat ein lockeres Mundwerk und gilt als bodenständig. Offizielle Empfänge und Feste sind nichts für ihn. Lieber hochgekrempelte Ärmel statt Smoking. Lieber Skat in der Stammkneipe als Bundespresseball. In seinem Büro im Konrad-Adenauer-Haus steht ein Tischfußballspiel.

Linnemann hat Betriebswirtschaftslehre studiert und gehört seit 17 Jahren dem Bundestag an. Er war zwischenzeitlich Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und wurde im Juli 2023 von Merz als Generalsekretär in die Parteizentrale geholt.

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