Kanzler Merz macht Hoppermann zur Staatssekretärin und Linnemann zum Bundesgesundheitsminister. / © Imago / Mauersberger
Nach den von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekanntgegebenen Personalwechseln in Kabinett, Kanzleramt und Bundestagsfraktion ist nun die Partei an der Reihe. In der heutigen Pressekonferenz hat der CDU-Chef bekannt gegeben, dass die bisherige Schatzmeisterin Franziska Hoppermann (CDU) die neue Generalsekretärin der Partei werde.
Merz sieht die neue Generalsekretärin Franziska Hoppermann gut auf diese Aufgabe vorbereitet. Sie kenne das Konrad-Adenauer-Haus, und sie kenne die Partei, sagte Merz über Hoppermann. »Sie ist eine starke Stimme für unsere Partei nach innen und nach außen. Mit ihr gewinnt die CDU eine selbstbewusste, eine wertebewusste, eine moderne Generalsekretärin.« Er habe Hoppermann als »kluge, vertrauensvolle Person« kennengelernt, sagte Merz. Sie habe eine »nicht ganz einfache Aufgabe« vor sich, räumte der Parteichef mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen ein.
Der CDU-Bundesvorstand hatte die 44-Jährige aus Hamburg zuvor auf Vorschlag von Merz gewählt. Sie ist damit kommissarisch im Amt, bis sie auf dem nächsten Bundesparteitag bestätigt wird. Hoppermann ist Diplom-Kauffrau. Im Bundestag sitzt sie seit 2021. Als Bundesschatzmeisterin gehörte sie schon bislang dem CDU-Präsidium an.
Sie versprach, sie werde ihr Bestmögliches für die über 350.000 Mitglieder und vielen tausend ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und -politiker der CDU geben. »Bei ihnen liegt der Fokus meiner Arbeit.« Ihre Wahl durch den Bundesvorstand sei für sie eine große Ehre, sie freue sich auf die Aufgabe. »Politik ist für mich in allererster Form aber auch ein Dienst – ein Dienst am Land und an den Menschen«, sagte Hoppermann. »Und so verstehe ich auch diese Aufgabe als Dienst an unserer Partei zum Wohle unseres Landes.« Politik sei für sie kein Geschäft.
Der durch seinen Wechsel an die Spitze des Gesundheitsministeriums als Generalsekretär ausgeschiedene Carsten Linnemann (CDU) zog eine sehr persönliche Bilanz seiner Arbeit. »Das war genau mein Ding, ein Herzensanliegen«, sagte der CDU-Politiker. »Das waren die schönsten drei Jahre meines beruflichen Lebens.«
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den designierten neuen Bundesgesundheitsminister in dessen Wahlkreis mit viel Lob bedacht. Linnemann werde als leidenschaftlicher Sozialpolitiker am nächsten Mittwoch die Verantwortung übernehmen. »Sie haben dann einen Paderborner im Kabinett«, sagte Merz beim traditionellen Libori-Mahl vor Unternehmerinnen und Unternehmern in Paderborn. »Und zwar einen, der tief in den Themen steht. Und der immer wieder bewiesen hat, dass er im Gegenwind stehen bleibt. Solche Leute brauchen wir«, sagte Merz.