Linnemanns Posten als CDU-Manager soll die bisherige Schatzmeisterin der Partei, Franziska Hoppermann, übernehmen. Die Diplomkauffrau sitzt seit 2021 für den Wahlkreis Hamburg-Wandsbek im Bundestag, gehört dem Haushaltsausschuss und dem Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung an.
Der 44-Jährigen stehen mit den drei Landtagswahlen im September wichtige und womöglich turbulente Zeiten bevor. Ihr Vorteil: Für mögliche Wahlniederlagen kann sie aufgrund der Kürze der Zeit kaum verantwortlich gemacht werden.
Merz hatte schon angedeutet, dass er die Personalrochade nutzen würde, um den Frauenanteil in Führungspositionen der Union weiter zu erhöhen. Das sei ihm seit seinem Amtsantritt als CDU-Vorsitzender zwar schon gelungen, sagte er im ZDF, Luft nach oben gebe es aber noch: »Ich tue alles, um das noch besser zu machen.«
Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor (CDU), soll den Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt ablösen. Der erst 33-jährige Amthor gilt nicht wenigen als einer der talentiertesten jungen CDU-Politiker. Im Digitalministerium kümmerte er sich zuletzt vor allem um den Bürokratieabbau. Mit der Ablösung Michael Meisters reagiert Merz auf die große Unzufriedenheit der Landesregierungen mit der Koordination der Regierungsarbeit mit den Ländern.
Amthor kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September gewählt wird. Für die CDU, die dort in Umfragen nur bei etwa zehn Prozent liegt, könnte die Entscheidung ein wenig Rückenwind bedeuten.
Ob zu den genannten Personalien noch weitere hinzukommen, ist offen. Die Vorstellung des Gesamttableaus wird am Vormittag erwartet. »Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekannt geben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind«, hieß es aus Merz’ Umfeld.
Alle vier Jahre wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir berichten mit Blick auf die Gesundheitspolitik und die Auswirkungen für die Apotheken.