Vertreter der Krankenkassen und der Ärzteschaft äußerten sich zum Ministerwechsel. GKV-SV-Chef Oliver Blatt betonte, es komme viel Arbeit auf den neuen Minister zu. / © GKV-Spitzenverband
Carsten Linnemann ist neuer Bundesgesundheitsminister. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem CDU-Politiker am Mittag die Ernennungsurkunde und wünschte ihm Tatkraft und Entschlossenheit. Linnemanns Amtsvorgängerin Nina Warken (CDU) ist nun als erste Frau Chefin des Bundeskanzleramts.
Glückwünsche kamen bereits von der ABDA: Präsident Thomas Preis gratulierte Linnemann und lud ihn zum kommenden Apothekertag nach München ein. Auch der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, gratulierte Linnemann zu seiner neuen »verantwortungsvollen Aufgabe«. Zugleich erinnerte er daran, dass »viel Arbeit« auf ihn zukomme. »Wir müssen jetzt gemeinsam die Ärmel hochkrempeln.«
Laut Blatt muss der Grundsatz lauten, das medizinische und pflegerische Versorgungsangebot stärker am Bedarf der Patientinnen und Patienten auszurichten und die begrenzten Ressourcen besser einzusetzen. »Die nun anstehende Mammutaufgabe für den neuen Bundesgesundheitsminister wird es sein, mittel- und langfristig durchgreifende Strukturreformen in unserem Gesundheitswesen umzusetzen.«
Eine »glückliche Hand« wünschte dem neuen Gesundheitsminister für »eines der anspruchsvollsten Ressorts der Bundesregierung« der Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt. »Die anstehenden Aufgaben erfordern Reformbereitschaft, klare Prioritäten, politischen Gestaltungswillen und einen langen Atem«, so Reinhardt in einer Mitteilung. Linnemann stehe dafür, bestehende Strukturen zu hinterfragen und notwendige Veränderungen entschlossen anzugehen. »Dies bietet die Chance, die notwendigen Weichen für die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitswesens zu stellen.«
Auch der Verband der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte (Virchowbund) wünscht dem neuen Minister ein »glückliches Händchen« bei den anstehenden, »dringend notwendigen Strukturreformen«. »Als Volkswirt sollte Minister Linnemann die immense wirtschaftliche Bedeutung der ambulanten Versorgung bewusst sein«, erklärte der Bundesvorsitzende des Virchowbundes, Dirk Heinrich, in einer Pressemitteilung.