Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign
PZ Nachgefragt

Wissen über Sepsis kann Leben retten

Die neue Folge von »PZ Nachgefragt« dreht sich rund um den Notfall der Sepsis, denn noch immer mangelt es bundesweit an fundiertem Wissen über frühe Symptome. Umso wichtiger ist es, dass sich Apothekenteams mit dem Thema auskennen.
AutorKontaktPZ
Datum 28.08.2026  12:30 Uhr

Am 13. September ist der Welt-Sepsis-Tag. Eine Sepsis entsteht, wenn die Reaktion des Körpers auf irgendeine Infektion außer Kontrolle gerät – vom Schnitt in den Finger über einen ausgedrückten Mitesser bis hin zur Blasenentzündung. Schlimmstenfalls führt dann ein Multiorganversagen zum Tod.

Wie sich eine Sepsis früh äußert, hängt unter anderem vom Lebensalter ab, wie Professor Dr. Konrad Reinhart, Mitgründer und Mitvorstand der Sepsis Stiftung, im Podcast erklärt. Außerdem betont er: »Menschen, die eine Sepsis überlebt haben, sagen übereinstimmend, dass sie sich noch nie im Leben derart krank gefühlt haben, extrem und oft verbunden mit Todesangst.« 

Bei Babys muss man aufmerksam werden, wenn sie nur sehr schwach trinken oder die Nahrungsaufnahme verweigern. Auch auffällig schnelles Atmen, Atemnot oder rhythmisches Stöhnen bei jedem Atemzug bedeuten Gefahr. Die Kleinsten mit Sepsis sind zudem lethargisch und sie schreien oder wimmern, wenn man sie berührt. Außerdem wirkt die Haut blass, bläulich und marmoriert. Die Hände und Füße sind eiskalt.

Ältere Menschen können das extreme Krankheitsgefühl anfangs womöglich noch äußern, können aber auch schnell akut verwirrt sein, desorientiert, wie weggetreten oder im Wesen verändert. Sie fühlen sich extrem schwach, kippen um, weil ihnen die Beine wegsacken. Der Puls rast, der Blutdruck ist sehr niedrig, die Atmung geht schnell. Lässt die Harnausscheidung nach, weist das deutlich auf eine beeinträchtigte Nierenfunktion hin.

Der blaue oder rote Streifen am Arm als Hinweis auf eine Blutvergiftung ist übrigens eine Entzündung der Lymphbahnen und fehlt bei den allermeisten Blutvergiftungen, wie die Sepsis umgangssprachlich genannt wird.

Im Sepsis Awareness-Monat September können Apotheken das Thema in den Mittelpunkt rücken, etwa mit einer Beratungswoche »Sepsis erkennen – Leben retten«. Dafür können sie beispielsweise Informationsmaterialien gut sichtbar auslegen und Menschen mit einer Infektion zu Warnsignalen einer Sepsis und dem dann nötigen Handeln beraten. Auch etwa eine Überprüfung des Impfstatus oder Kooperationen mit anderen Akteuren im Gesundheitssystem sind denkbar. 

ZUR ÜBERSICHT
"Alle Podcast-Folgen"

Unser Podcast auf diesen Portalen

Einmal wöchentlich ein besonderer Einblick in ein Thema, das die Apothekenwelt bewegt. Über diese Streamingportale gibt‘s das kostenlose Abo.

Unser Podcast auf diesen Portalen

Einmal wöchentlich ein besonderer Einblick in ein Thema, das die Apothekenwelt bewegt. Über diese Streamingportale gibt‘s das kostenlose Abo.

Der Aponet-Podcast für Apothekenkunden

PODCAST
gecheckt!

Abonnieren bei:

Mehr von Avoxa