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Bipolare Störungen
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Phasengerecht therapieren

Die bipolare Störung ist eine komplexe Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich belastet. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung können den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität deutlich verbessern.
AutorKontaktJulia Reiff
AutorKontaktPamela Reißner
Datum 02.07.2026  09:00 Uhr

Wie Apotheker die Adhärenz fördern können

Patienten mit bipolarer Störung zeigen eine hohe Rate an Non-Adhärenz (32). Dies gilt insbesondere in manischen Phasen. Schwankende oder unzureichende Blutspiegel sind mit einem höheren Risiko für Rezidive verbunden.

Daher ist die klinisch-pharmazeutische Beratung zur Adhärenz besonders wichtig. Zum Beispiel kann für Stammkunden ein Reichweiten-Monitoring etabliert werden. Bei Medikationsanalysen können Apotheker darauf achten, dass die Tablettenanzahl so gering wie möglich ist und Einnahmezeitpunkte auf ein Minimum reduziert werden (33, 36).

Adhärenzfördernd sind auch Depot-Darreichungsformen für Antipsychotika. Damit können bessere Therapieergebnisse und geringere Raten an Nebenwirkungen erreicht werden (34). Allerdings sind Depot-Antipsychotika nur für Erwachsene mit Schizophrenie zugelassen (ICD-10-Diagnose F20). Es bietet sich an, vorab die Kostenübernahme für den Off-Label-Einsatz bei der Krankenkasse zu beantragen.

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