»Wir werden diese ganzen Themen in der AG mitaufnehmen und Sie als BAK unterstützen, auch bei den Forderungen Richtung Politik«, versprach Maike Fedders, Apothekerkammer Sachsen, BAK-Vorstandsmitglied sowie Vorsitzende der AG Krisenvorsorge. »Wir sind schon weit in der Erarbeitung.« Sie verwies auf das anstehende Symposium der BAK am 15. Oktober, wo das Thema auf der Agenda steht.
In der Diskussion um den zweiten angenommenen Antrag sprach Konrad Mühmel, Apothekerkammer Sachsen, und Mitglied der AG, von einer zeitnahen Veröffentlichung. Die verschiedenen Krisenfälle seien einzeln zu betrachten. Sein Appell: »Setzen Sie diese Vorschläge und Arbeitshilfen dann auch in Ihren Kommunen um, geben Sie uns Feedback, was alltagstauglich ist und klären Sie, wer wofür zuständig ist.«
Im zweiten angenommenen Antrag hatte der Apothekerverband Westfalen-Lippe unter anderem gefordert, »mit Hochdruck ein All-Gefahren-Krisenkonzept zu erarbeiten, eine transparente und proaktive Risikokommunikation zu betreiben und somit die Apotheken vor Ort zu befähigen, ihren Beitrag zur Krisenvorsorge und Krisensicherheit zu leisten«. Es sollen neben der Arzneimittelversorgung Leistungen definiert werden, mit denen die Apotheken zur Resilienz des Gesundheitssystems und der Gesamtgesellschaft beitragen können. Und auch hier ging es um den Unterstützungsbedarf, auch finanziell.
Ein dritter Antrag zum Thema Krisenresilienz drehte sich ebenfalls um die wirtschaftliche Unterstützung der Apotheken zur Steigerung ihrer Resilienz. Die Landesapothekerkammer Hessen forderte darin die Bundesregierung auf, Apotheken wirtschaftlich durch Teilhabe am Sondervermögen »Infrastruktur« im Rahmen der Planung 2027 bis 2030 dabei zu unterstützen, die für Krise und Resilienz notwendige Infrastruktur aufbauen und stabil aufrechterhalten zu können. Dabei sollen insbesondere Stromversorgung, Kommunikation einschließlich Internet und Logistik im Fokus stehen.
Chrisitan Ude, Präsiden der Apothekerkammer Hessen, betonte, dass es wichtig sei, den wirtschaftlichen Teil beim Thema Krisenresilienz mitzudenken. Daniel Mädler von der Apothekerkammer Sachsen stört sich daran, dass sich auf das Sondervermögen beschränkt werde. »Am Sondervermögen teilzuhaben ist nicht ganz so einfach«, sagte er. »Wichtig ist, dass wir ein Signal setzen«, ergänzte Robin Brünn von der Apothekerkammer Hessen. Der Antrag wurde in den Ausschuss verwiesen.