Apothekerinnen und Apotheker im Krankenhaus leisten einen wesentlichen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit im Krankenhaus. / © Getty Images/Peter Dazeley
»Patientensicherheit und Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sind für die Krankenhauspharmazie untrennbar miteinander verbunden. Unser Ziel ist, dass Patientinnen und Patienten im Krankenhaus die für sie richtigen Arzneimittel in der richtigen Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt erhalten – sicher abgestimmt über den gesamten Behandlungsverlauf«, erklärt ADKA-Präsident Dr. Jochen Schnurrer zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September.
Besonders fehleranfällig sind die Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und wieder zurück, also die Aufnahme ins Krankenhaus sowie die Entlassung, aber auch die Zeit dazwischen. »Bei der Aufnahme in ein Krankenhaus müssen bestehende Arzneimitteltherapien vollständig und verlässlich erfasst werden«, erklärt die ADKA. »Während des Aufenthalts sind Veränderungen des Gesundheitszustands, neue Diagnosen, Organfunktionen und mögliche Wechselwirkungen kontinuierlich zu berücksichtigen. Bei der Entlassung muss schließlich sichergestellt sein, dass die weiterbehandelnden Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Pflegekräfte sowie die Patientinnen und Patienten selbst die angepasste Medikation nachvollziehen können.«
Hier gibt es seit einiger Zeit eine Art Leitlinie, die sogenannten ADKA-Standards für diese drei zentralen Phasen der pharmazeutischen Betreuung im Krankenhaus. »Sie schaffen einen fachlichen Orientierungsrahmen für eine strukturierte, nachvollziehbare und patientenorientierte pharmazeutische Betreuung im Krankenhaus«, so die ADKA. Gerade bei chronisch erkrankten Menschen, die dauerhaft auf Arzneimittel angewiesen sind, sei diese Kontinuität von besonderer Bedeutung. »Die Krankenhausapothekerinnen und Krankenhausapotheker übernehmen hierfür Verantwortung – gemeinsam mit Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und allen weiteren Beteiligten im Gesundheitswesen.«