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Idiopathische Lungenfibrose
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Was Antifibrotika leisten können

Die idiopathische Lungenfibrose ist eine seltene, chronisch fortschreitende und bislang unheilbare Lungenerkrankung. Verfügbare Therapien können die Krankheits­progression bremsen, lindern jedoch nicht bereits bestehende Symptome. Umso wichtiger sind gezielte neue Therapieansätze.
AutorKontaktDaniela Huttner
Datum 08.10.2026  09:00 Uhr

Prognose

Prognose und Krankheitsverlauf sind sehr variabel. Im Durchschnitt leben Betroffene nach der Diagnose noch etwa zwei bis fünf Jahre. Eine hohe Symptomlast, Exazerbationen, Komorbiditäten, männliches Geschlecht und höheres Alter verschlechtern die Pro­gnose. Es gibt jedoch auch Langzeitüberlebende. In einer Kohortenstudie waren 20 bis 25 Prozent der Patienten nach über zehn Jahren noch am Leben.

Bei der Interpretation von epidemiologischen Daten zur IPF ist zu bedenken, dass viele Studien vor der Einführung von antifibrotischen Therapien durchgeführt wurden. Da diese Therapien das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und mit einer verbes­serten Überlebenswahrscheinlichkeit assoziiert sind, geben ältere Untersuchungen die aktuelle Prognose nur eingeschränkt wieder. In einer Registerstudie zum Langzeitüberleben von IPF-Patienten konnte eine antifibro­tische Therapie die Mortalität um 33 Prozent senken.

Diagnostik

Zu den charakteristischen klinischen Frühzeichen zählt ein beidseitiges in­spiratorisches Knisterrasseln (»Velcro-Rasseln«), das bei der Auskultation, dem Abhören der Lunge, nachweisbar ist.

Für die IPF existiert kein spezifischer ­Laborparameter. Jedoch können andere Ursachen einer ILD, beispielsweise eine rheumatische Erkrankung oder Autoimmunerkrankung, über Blut­untersuchungen ausgeschlossen werden.

Zur Diagnostik wird eine umfas­sende Lungenfunktionsuntersuchung durchgeführt, inklusive Spirometrie, Bestimmung der Lungenvolumina und Messung der Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid (DLCO). Typisch sind eine restriktive Lungenfunktionseinschränkung mit verminderter forcierter Vitalkapazität (FVC) und häufig eine reduzierte DLCO. Im 6-Minuten-Gehtest erreichen Patienten mit IPF typischerweise kürzere Gehstrecken.

Bildgebende Verfahren beinhalten ein Thoraxröntgen sowie eine hochauflösende Computertomografie (HRCT) des Thorax. Während eine Röntgen­untersuchung nur wenig spezifische Hinweise auf eine IPF liefern kann, lassen sich in einem HRCT charakteris­tische Veränderungen in der Lungenstruktur erkennen. Weitere Verfahren zur Sicherung der Diagnose einer IPF sind unter anderem eine Lungenbiopsie und eine bronchioalveoläre Lavage.

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