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Idiopathische Lungenfibrose
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Was Antifibrotika leisten können

Die idiopathische Lungenfibrose ist eine seltene, chronisch fortschreitende und bislang unheilbare Lungenerkrankung. Verfügbare Therapien können die Krankheits­progression bremsen, lindern jedoch nicht bereits bestehende Symptome. Umso wichtiger sind gezielte neue Therapieansätze.
AutorKontaktDaniela Huttner
Datum 08.10.2026  09:00 Uhr

Als Norwegens Königin Mette-Marit im Juni dieses Jahres eine Spenderlunge erhielt, rückte die idiopathische Lungenfibrose in den Fokus der Öffentlichkeit. Die seltene, chronisch fort­schreitende Lungenerkrankung wird aufgrund ihrer zunächst unspezifischen Symptome oft erst spät erkannt und kann die Betroffenen stark beeinträchtigen.

Die idiopathische Lungenfibrose gehört zu den interstitiellen Lungen­erkrankungen (interstitial lung diseases, ILD). Diese sind durch fortschreitende Entzündung und Vernarbung (Fibro­sierung) des Lungengewebes gekennzeichnet. Das Interstitium bezeichnet dabei das bindegewebige Gerüst der Lunge, das die Lungenbläschen, Blut­gefäße und kleinen Atemwege umgibt und miteinander verbindet. Es erfüllt eine zentrale Funktion für die strukturelle Stabilität der Lunge und den Gasaustausch. Inzwischen ist jedoch belegt, dass die krankheitsbedingten Veränderungen bei ILD auch andere pulmonale Strukturen betreffen können, weshalb zunehmend der umfassendere Begriff diffuse Lungenparenchymerkrankungen (DPLD) verwendet wird.

ILD werden nach klinischen, radio­logischen und pathogenen Merkmalen klassifiziert und primär nach ihrer Ur­sache in idiopathische und sekundäre Formen eingeteilt. Die Zuordnung ist für Therapie und Prognose entscheidend. Eine der häufigsten Formen der ILD stellt die idiopathische Lungenfibrose (idiopathic pulmonary fibrosis, IPF) dar, eine chronisch progredient verlaufende interstitielle Pneumonie unbekannter Ursache. Aktuelle Registerdaten zeigen, dass sie je nach untersuchter Population etwa ein Viertel bis ein Drittel aller ILD-Diagnosen ausmacht. Sie verläuft häufig tödlich und tritt in der Regel bei Personen über 50 Jahren auf.

Obwohl die Häufigkeit der IPF in den letzten Jahren zugenommen hat, zählt sie mit einer geschätzten globalen Prävalenz von 3 bis 60 Erkrankungen pro 100.000 Personen immer noch zu den seltenen Erkrankungen. In einer Untersuchung einer zufällig ausgewählten US-amerikanischen Population von Über-65-Jährigen wurde jedoch eine Prä­valenz von 494 pro 100.000 festgestellt.

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