Die Risikofaktoren der IPF sind multifaktoriell. Etwa 70 bis 80 Prozent aller Patienten sind Raucher oder Ex-Raucher. Auch die berufliche Exposition mit beispielsweise Holz- oder Metallstäuben wird mit IPF in Verbindung gebracht.
Patientenindividuelle Risikofaktoren umfassen höheres Alter, männliches Geschlecht, genetische Prädispositionen und bestimmte Komorbiditäten. Zu den genetischen Risikofaktoren zählen Varianten für Gene, die unter anderem für Surfactant-Proteine, gelformendes Mucin (MUC5B) und Proteine zur Erhaltung der Telomere codieren.
Wer beruflich vielen Stäuben ausgesetzt ist, hat ein höheres Risiko, eine Lungenfibrose zu entwickeln. / © Getty Images/fotog
Auch bestimmte Begleiterkrankungen können eine IPF begünstigen, darunter:
Die ersten Symptome sind unspezifisch und werden häufig nicht erkannt oder als natürliche Leistungseinbußen im Alter fehlinterpretiert. Die Diagnose erfolgt daher bei vielen Patienten erst bis zu einem Jahr und mehr nach Symptombeginn.
Das führende Symptom ist Luftnot, die zunächst nur leicht und bei stärkeren Belastungen auftritt, im Verlauf aber immer weiter zunimmt bis hin zu Atemnot bei geringsten Aktivitäten und in Ruhe. Ein häufiges Begleitsymptom ist trockner, unproduktiver Husten. Allgemeinsymptome wie Gewichtsverlust oder Müdigkeit treten selten auf.
Die chronische Hypoxie kann zu einer Blaufärbung der Lippen und Finger, Trommelschlegelfingern (bauchige Verdickung der Finger- und Zehenendglieder) und Uhrglasnägeln (stark gewölbte, rundliche Fingernägel) führen.
Im Verlauf können Folge- und Begleiterkrankungen auftreten, darunter:
Schätzungen zufolge entwickeln etwa 10 Prozent der IPF-Patienten ein Lungenkarzinom. Weiterhin besteht eine erhöhte Anfälligkeit für pulmonale Infektionen, die eine akute Exazerbation der IPF auslösen können und mit einer ungünstigen Prognose verbunden sind.