Pharmazeutische Zeitung online
Digital vernetzte Arzneiformen

Telepharmazie mit Mehrwert

Neue Entwicklungen für viele Indikationen

In naher Zukunft ist eine stärkere Verbreitung derartiger Devices abzusehen, vor allem in der Therapie von Diabetes, Asthma, COPD und Mukoviszidose. Auch für weitere chronische Beschwerden wie kardiovaskuläre, ophthalmologische oder dermatologische Erkrankungen liegen entsprechende Konzepte mehrerer Firmen vor. Vor allem alleinlebende oder kognitiv eingeschränkte Personen können davon deutlich profitieren.

Ebenso werden Patienten, die bestimmte Arzneimittel nur vorübergehend, aber streng nach festem Zeitplan applizieren müssen, damit effektiv unterstützt. Dies gilt etwa bei Behandlungszyklen mit peroralen Onkologika.

Zudem stehen ein mit individuellen Blisterbeuteln befüllbarer, vernetzter Dispenser und ein Pen für mehrere Insuline eines Herstellers kurz vor der Markteinführung in Deutschland.

Digitale Systeme aus dem Apothekenlabor

Im Einzelfall sind auch in der Apotheke konzipierte DVAF für spezielle patientenindividuelle Problemstellungen möglich (Grafik 2). So ist eine große Palette von unterschiedlichen Sensoren und Übertragungsmodulen im Elektronikhandel preisgünstig erhältlich. Diese können von geübten Personen oder spezialisierten Firmen zu einem Monitoring-System kombiniert werden.

Mitunter können in anderen Bereichen der Technik oder des Logistikwesens eingesetzte Sensorsysteme durch Umkonfigurieren an das jeweilige pharmazeutische Problem angepasst werden. So etwa Transporttracker zur Kontrolle der Aufbewahrungstemperatur, des Umschüttelns, der Geräteposition bei der Anwendung oder der Abnahme einer Schraubverschlusskappe. Gegebenenfalls sind juristische Aspekte beim Einsatz dieser »rezepturmäßig hergestellten« Systeme zu berücksichtigen.

Mehr von Avoxa