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Pharmazie
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Qualität auf allen Ebenen

Selbstverständlich streben wir an, dass die Qualität in der Pharmazie hoch ist. Sehr hoch. Exzellent. Aber was ist Qualität überhaupt?
AutorKontaktJana Haegner
AutorKontaktMarlon Krompholz
AutorKontaktNelly Luong
AutorKontaktHermann Wätzig
Datum 02.08.2026  08:00 Uhr

Ein Plus an Qualität

Zusätzlich ist in der öffentlichen Apotheke auch Überraschungs- oder Begeisterungsqualität zu finden. Sie beginnt dort, wo die Apotheke über die bloße Pflichterfüllung hinausgeht, ohne die Standardisierung zu verlassen.

Dies spürt der Patient zum Beispiel durch besonders einfühlsame Beratung, verständliche Erklärung komplexer Therapien, proaktive Hinweise zur Anwendung von Arzneimitteln, ein gutes Medikationsmanagement oder eine besonders zugewandte Beratung bei Sorgen, Ängsten oder in emotionalen Situationen. Mit pharmazeutischen Dienstleistungen, die den Patienten direkt nützen, können Apothekenteams ihre Kunden allgemein begeistern.

Fort- und Weiterbildungen des pharmazeutischen Personals sichern aktuelle Fachkenntnisse und erweitern das Beratungsangebot, etwa in den Bereichen Ernährung, Geriatrische oder Pädiatrische Pharmazie. Diese Qualitäten sind ein Aushängeschild für jede Apotheke vor Ort.

Solche Leistungen sind nicht beliebig, sondern bauen auf der abgesicherten Pflichtqualität auf. Erst wenn die Standards sicher beherrscht werden, kann zusätzliche Qualität für besonderen Patientennutzen entstehen.

Für Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken gilt Ähnliches. Sehr wichtig ist zudem die enge Verknüpfung mit den Fachkräften im Krankenhaus. Eine qualitativ hochwertige Arzneimitteltherapie der Patienten wird durch die Zusammenarbeit von Apothekern, Ärzten und Pflegekräften sichergestellt. Qualitätsunterschiede zwischen Krankenhausapotheken gibt es beispielsweise bei der Beratung zu Arzneimitteltherapien bei Visiten, bei der Erstellung von Arzneimittelanamnesen und Medikationsanalysen sowie bei der Mitwirkung beim Entlassmanagement.

Lebensqualität

Der Begriff »Lebensqualität« ist vielschichtig und kann auf viele Bereiche angewandt werden. Die WHO definiert die Lebensqualität als die subjektive Wahrnehmung eines Menschen bezüglich seiner Stellung im Leben.

Ein Parameter, der sich bei den zahlreichen Bewertungskonzepten als besonders bedeutend herauskristallisiert, ist die Gesundheit. Daher wird die gesundheitsbezogene Lebensqualität (Health-Related Quality of Life, HRQoL) häufig als Messgröße herangezogen. Diese beschreibt die subjektive Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustands. Mit dieser Information lässt sich die Präferenz des Patienten gegenüber einer Behandlung ermitteln. Das macht die Lebensqualität zu einem wichtigen Faktor zur Bewertung und Verbesserung einer Therapie, weshalb sie in klinischen Studien als Endpunkt verwendet wird.

Es gibt verschiedene validierte Fragebögen zur Ermittlung der Lebensqualität. Davon sind einige krankheitsspezifisch, zum Beispiel CFQ-R bei Mukoviszidose, andere krankheitsunspezifisch, zum Beispiel der EQ-5D-, der SF-36- oder CDC-4-Fragebogen.

Aufgrund des Einflusses der HRQoL auf den Nutzwert einer therapeutischen Maßnahme ist diese auch für die Berechnung von QALY (Quality Adjusted Life Years) relevant. Diese geben die Verlängerung der gesunden Lebenszeit eines Patienten durch eine Behandlung an. Der QALY wird unter anderem in der Gesundheitsökonomie eingesetzt, um den relativen gesundheitlichen Zusatznutzen von therapeutischen Maßnahmen zu vergleichen.

Ein anderes Kriterium zur Bewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses ist der DALY (Disability Adjusted Life Years), der den Verlust der gesunden Lebenszeit aufgrund von Risiken wie Krankheiten berechnet.

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