| Jennifer Evans |
| 17.09.2026 07:00 Uhr |
Tilgner sieht das etwas anders. Ihrer Ansicht nach ist es wichtig, möglichst viele Dienstleistungen flächendeckend anzubieten. In der Bevölkerung müsse sich das Bild von den Menschen hinter dem Apotheken-A verändern: weg vom Arzneimittelverkäufer hin zum Gesundheitsdienstleister.
Sie selbst bietet seit dem 1. Juli assistierte Telemedizin in Hamburg an, die inzwischen Kundschaft zwischen 19 und 79 Jahren angenommen hat. »Wir schaffen es, dass die Patientinnen und Patienten in rund einer Stunde die Apotheke gut versorgt wieder verlassen.« Oft gehe es um Ohren-, Augen- oder Harnwegsinfekte.
Die größte Herausforderung an dem telemedizinischen Angebot sieht sie derzeit noch in den geringen Kapazitäten der Ärztinnen und Ärzte. Doch sie ist optimistisch, schließlich gehöre Gesundheitsversorgung in heilberufliche Hände und nicht in die Drogerie – das würden auch die Arztpraxen verstehen, ist sie sicher.