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Transpersonen
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Hormontherapie verändert die Haut

Hormontherapien verändern Haut, Haare und Schleimhäute bei transidenten Menschen deutlich. Welche dermatologischen Effekte typisch sind, wo Risiken liegen und wie Apothekenteams gezielt zu Hautpflege und Medikation beraten können – ein praxisnaher Überblick.
AutorKontaktMaxine Bennek
Datum 16.08.2026  08:00 Uhr

Transidente Menschen empfinden eine Diskrepanz zwischen ihrer Geschlechtsidentität und dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. Für viele von ihnen ist die Transition – also die soziale, hormonelle und gegebenenfalls medizinische Angleichung an die eigene Geschlechtsidentität – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität. Im Verlauf dieser Transition erhalten viele transidente Menschen eine geschlechtsangleichende Hormontherapie, meist mit Testosteron oder mit Estrogenen in Kombination mit Antiandrogenen.

Mit den hormonellen Veränderungen gehen auch deutliche Effekte auf Haut, Haare und Schleimhäute einher. Die Haut reagiert besonders sensibel auf hormonelle Einflüsse: Androgene und Estrogene beeinflussen unter anderem die Aktivität der Talgdrüsen, das Haarwachstum sowie die Struktur und Hydratation der Haut. Während unter einer Testosterontherapie häufig eine erhöhte Sebumproduktion und akneiforme Hautveränderungen auftreten, berichten viele transfeminine Personen unter Estrogen- und Antiandrogentherapie eher über trockene oder empfindliche Haut.

Diese dermatologischen Veränderungen führen im Apothekenalltag nicht selten zu konkreten Fragen. Patienten suchen beispielsweise Beratung zu Aknetherapien, geeigneter Hautpflege, Haarentfernung oder Hautreizungen nach kosmetischen Behandlungen. Darüber hinaus können sich besondere pharmazeutische Situationen ergeben – etwa bei stark teratogenen Wirkstoffen wie Isotretinoin oder bei der Kombination verschiedener topischer und systemischer Therapien.

Für das Apothekenteam kann es daher hilfreich sein, typische dermatologische Veränderungen bei geschlechtsangleichender Hormontherapie zu kennen und mögliche Besonderheiten in der Beratung einordnen zu können.

Begriff Bedeutung
Cisgeschlechtlich (cis) Geschlechtsidentität entspricht dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht
Transmann Person, der bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde, die sich jedoch als männlich identifiziert
Transfrau Person, der bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde, die sich jedoch als weiblich identifiziert
Transition Prozess der sozialen, hormonellen und/oder medizinischen Angleichung an die eigene Geschlechtsidentität
Tabelle 1: Begriffe im Kontext von Geschlechtsidentität
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