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Transpersonen
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Hormontherapie verändert die Haut

Hormontherapien verändern Haut, Haare und Schleimhäute bei transidenten Menschen deutlich. Welche dermatologischen Effekte typisch sind, wo Risiken liegen und wie Apothekenteams gezielt zu Hautpflege und Medikation beraten können – ein praxisnaher Überblick.
AutorKontaktMaxine Bennek
Datum 16.08.2026  08:00 Uhr

Psychotrope Begleitmedikation

Eine psychotrope Begleitmedikation ist bei Transpersonen häufiger als in der Allgemeinbevölkerung, da sie öfter an Depressionen und Angststörungen im Zusammenhang mit Diskriminierungserfahrungen leiden. Klinisch relevant sind anticholinerge Effekte und die damit verstärkte Mund- und Schleimhauttrockenheit.

Solche Beschwerden sind bei trizyklischen Antidepressiva wie Amitriptylin meist ausgeprägter als bei den meisten SSRI oder SNRI. Konkret helfen hier eine alkoholfreie Mundspülung und reizarme Lippenpflege. Bei starker Beeinträchtigung ist es sinnvoll, mit der verordnenden Praxis zu sprechen.

Beratung und Ansprache – kurz gefasst

Die meisten Unsicherheiten in der Beratung beginnen nicht bei der Pharmakologie, sondern bei der Ansprache der Ratsuchenden. Zwei Punkte reichen in der Praxis meist aus: sich am Namen und den Pronomen orientieren, mit denen die Person sich vorstellt oder die sie auf Nachfrage benennt; und keine Annahmen über Anatomie oder reproduktive Möglichkeiten treffen, wo immer das nicht direkt notwendig ist.

Das Apothekenteam muss keine vollständige Expertise zu jeder medizinischen Facette der Transition haben – entscheidend ist eine sachliche, respektvolle Grundhaltung, die die Menschen und ihre Fragen ernst nimmt.

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