Die hoffnungsvollsten neuen Analgetika scheinen Nicht-Opioide zu sein, denn sie haben ein anderes Wirkprofil, aber vor allem ein anderes Nebenwirkungsprofil als Opioide. Dagegen wirken Nitazene, die alle am µ-Opioidrezeptor ansetzen, zwar sehr stark analgetisch, aber sie machen auch euphorisch und abhängig. Daher haben sie als Straßendroge großen »Erfolg«, ohne wahrscheinlich eine therapeutische Bedeutung zu erlangen.
Edith Bennack studierte Pharmazie in Bonn und arbeitete danach viele Jahre in öffentlichen Apotheken, bevor sie 2006 in die Apotheke der Uniklinik in Würzburg wechselte. Seit 2010 leitet sie die Apotheke des St. Elisabeth-Krankenhauses in Köln. Bennack ist Fachapothekerin für Offizinpharmazie und für Klinische Pharmazie sowie Antibiotic-Stewardship-Expertin (DGI).
Ulrike Holzgrabe studierte Chemie und Pharmazie in Marburg und Kiel und habilitierte sich in Pharmazeutischer Chemie in Kiel. Nach mehrjähriger Professorentätigkeit in Bonn ist sie seit April 1999 als Professorin in Würzburg tätig, seit Mitte 2022 als Emerita. Professor Holzgrabe war von 2018 bis 2021 Vizepräsidentin der Universität Würzburg. In vielfältigen Positionen arbeitete sie am Deutschen und Europäischen Arzneibuch, am BfArM und am EDQM mit. Seit vielen Jahren forscht sie auf dem Gebiet der Antibiotika und der Analytik.