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Invasive Mykosen
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Was Apotheker dazu wissen sollten

Invasive Mykosen sind lebensgefährliche Notfälle, die eine sofortige stationäre Therapie erfordern. Welche Patienten sind betroffen, wie werden sie behandelt und worauf sollten Apotheker in der Offizin bei der Beratung achten?
AutorKontaktStephanie Kirschke
AutorKontaktTill Klein
Datum 07.07.2024  08:00 Uhr

Fazit und Ausblick

Invasive Mykosen stellen seltene, aber lebensgefährliche Infektionen vor allem immungeschwächter Patienten dar, deren Klinik, Diagnostik und Therapie sich je nach Erreger teils beträchtlich unterscheiden.

Zum Einsatz kommen im Wesentlichen drei Wirkstoffklassen: Azole, Polyene und Echinocandine. Azolantimykotika sind aufgrund ihres enormen Interaktionspotenzials Hochrisiko-Arzneimittel.

Offizinapotheker können durch ihre umfassende Beratung einen wesentlichen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) leisten. Im Fokus sollten das Interaktionsmanagement sowie Schulungen zu korrekter Einnahme und potenziellen Nebenwirkungen der Azole stehen.

Um angesichts zunehmender Antimykotika-Resistenzen auch zukünftig eine effektive Behandlung sicherzustellen, ist die Entwicklung neuer Wirkstoffklassen, inklusive oral verfügbarer Substanzen zur ambulanten Therapie, dringend notwendig. Zu den vielversprechendsten Wirkstoffen zählen aktuell Fosmanogepix, Ibrexafungerp und Olorofim, deren Wirkspektren auch Azol-resistente Aspergillus-Arten umfassen (49).

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