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Orale Krebstherapie
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Patienten richtig ansprechen, Beratungshilfen nutzen

Die pharmazeutische Dienstleistung orale Antitumortherapie wird noch viel zu selten angeboten. Dabei profitieren gerade Krebspatienten von einer Betreuung in der Apotheke. Das ist gar nicht so schwer.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 18.09.2026  15:05 Uhr

Kompetenzen, Zeit und Strukturen schaffen

Nadja Maier, Apothekerin aus Gröbenzell, ist derzeit in der Implementierungsphase der pDL. Es gelte, die nötigen Strukturen im Apothekenalltag zu schaffen. Dabei sei jeder im Team gefragt. »Das ist keine Einzel-, sondern eine Teamleistung«, so die Apothekerin. Als die fünf größten Hürden nannte Maier:

  1. anspruchsberechtigte Patienten erkennen,
  2. Zeit schaffen,
  3. Kompetenzen sichern,
  4. Routinen aufbauen,
  5. Schnittstellen zu den Ärzten aufbauen.

Zunächst habe sich vor allem die Patientenansprache als schwierig gestaltet. Apotheker und PTA müssen erkennen, ob Gesprächsbedarf bestehe. »Die Patienten sind in einer schwierigen Situation – da müssen wir sie abholen. Sie müssen sich verstanden und gut behandelt fühlen.«

Terminvereinbarung schafft Zeit zur Gesprächsvorbereitung

Ist ein Termin ausgemacht (die teuren Medikamente müssen ohnehin in der Regel bestellt werden), lässt sich das Gespräch gut vorbereiten. Dann können man sich am Leitfaden entlang hangeln, um eine strukturierte Beratung durchzuführen.

Dr. Doreen Kessner, Apothekenmitinhaberin aus Magdeburg mit onkologischem Schwerpunkt, bestätigte: Die Patienten befinden sich durch die potenziell lebensbedrohliche Erkrankung häufig in einer Lebenskrise. Sie brauchen eine einfühlsame Ansprache und ein gutes Team um sie herum. Neben den fachlichen Informationen gelte es vor allem, das Vertrauen in die Therapie zu stärken und bei Problemen nach Lösungen zu suchen.

Die Onkologin Nitzschke bestätigte: »Zusammen können wir mehr erreichen. Apotheker haben einen anderen Blick und Fokus.« Auch sie fühle sich unterstützt.

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