Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Letzter Tag als Gesundheitsministerin
-
So lief der Besuch von Nina Warken

Nina Warken besuchte an ihrem letzten Tag als Gesundheitsministerin eine Apotheke in Magdeburg. Die Apothekerin Doreen Kessner beschreibt die Ministerin als interessiert und zugewandt. Sie habe ihr aber auch die prekäre wirtschaftliche Situation vieler Apotheken erläutert.
AutorKontaktPZ
Datum 29.07.2026  16:15 Uhr

An ihrem letzten Tag als Gesundheitsministerin besuchte Nina Warken (CDU) den Gesundheitscampus im Magdeburger Altstadtquartier und die dazugehörige  Altstadt Apotheke. Begleitet wurde sie dabei von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU), der sich angesichts der Landtagswahlen am 6. September mitten im Wahlkampf befindet.

Doreen Kessner ist Inhaberin der Altstadt Apotheke und führte durch das Fachgespräch mit der Ministerin. Dieses fand unter Ausschluss der Presse statt, doch Kessner stellte den Gästen nach eigener Aussage die Versorgungsstruktur des Gesundheitscampus vor und verdeutlichte anhand eines Praxisbeispiels die Vorteile der engen Vernetzung vor Ort:

»Wird bei einer Darmspiegelung ein Tumor entdeckt, erfolgt sofort die Aufklärung durch den Onkologen. Ergänzt durch eine Bildgebung wird das Ausmaß der Erkrankung innerhalb kürzester Zeit bestimmt und die Behandlung geplant. Wenn dabei auch eine ambulante Chemotherapie angezeigt ist, können wir diese in der Apotheke zeitnah herstellen und in die Praxis liefern. Diese kurzen Wege kommen unmittelbar den Patientinnen und Patienten zugute«, so die Apothekerin.

Neue Kompetenzen für Apotheken

Warken und Schulze sprachen mit den Anwesenden über die aktuellen politischen Themen. Obwohl es für Warken der letzte Tag als Gesundheitsministerin war, war sie laut Doreen Kessner interessiert und zugewandt. Die Atmosphäre beschreibt sie als offen und lösungsorientiert.

Ein Thema des Gesprächs war demnach auch die zukünftige Rolle der Apotheken in der Gesundheitsversorgung. »Die Ministerin hat deutlich gemacht, dass der Blick nicht nur auf Einschränkungen und Belastungen gerichtet werden sollte, sondern auch auf die neuen Möglichkeiten wie das Durchführen von pharmazeutischen Dienstleistungen, die sich für Apotheken eröffnen«, erklärt Kessner. Gerade in Regionen mit einer geringeren ärztlichen Versorgung könnten Apotheken künftig auch stärker Aufgaben in der Primärversorgung übernehmen – etwa durch Impfangebote.

Aus ihrer täglichen Arbeit hob die Apothekerin die Bedeutung der pharmazeutischen Dienstleistung zur Medikationsanalyse sowie zur Beratung bei der Abgabe onkologischer Arzneimittel hervor. Die Altstadt Apotheke ist auf die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten spezialisiert.

Mehr von Avoxa