Das weitere Programm punktete in diesem Jahr nicht nur mit spannenden Vorträgen, sondern auch mit besonders lebhaften Diskussionen, bei denen sich auch die zahlreichen Studierenden beteiligten. Fachlich standen aktuelle Erkenntnisse zu gastrointestinalen Erkrankungen – von häufigen Beschwerden bis hin zu komplexen Therapiesituationen –, innovative Therapiekonzepte und moderne Arzneiformen im Fokus.
Erstmals wurde zudem die geschlechtsspezifische Pharmazie als eigenes Schwerpunktthema aufgegriffen. Dabei beleuchteten die Referierenden Unterschiede in Pharmakotherapie, Wirksamkeit und Verträglichkeit ausgewählter Krankheitsbilder. Dieses neue Themenfeld wurde von den Teilnehmenden besonders positiv aufgenommen. Dass der Pharmacon innovativ und aktuell bleibt, zeigte auch die Vielzahl neuer Referentinnen und Referenten, die sich das erste Mal dem pharmazeutischen Fachpublikum präsentierten.
Metin Ergül, Geschäftsführer der Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker, die den Pharmacon organisiert, würdigte die besondere Rolle dieses Kongresses: »Der Pharmacon ist weit mehr als ein Fortbildungskongress. Er schafft Raum für Wissenstransfer auf höchstem Niveau, fördert den persönlichen Austausch und setzt Jahr für Jahr wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Berufsstandes.«
Zudem fand eine berufspolitische Diskussionsrunde statt. Unter dem Schwerpunkt »Dienstleistungen in der Apotheke: neue Aufgaben, neue Chancen« diskutierten der Vorstand der Bundesapothekerkammer interaktiv mit dem Publikum über die Ausgestaltung und die Möglichkeiten der Ausweitung des Dienstleistungsangebotes in Apotheken – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung den Apotheken vor Ort mehr Verantwortung übertragen möchte. Die Möglichkeit, Fragen direkt während der Diskussion einzubringen, wurde intensiv genutzt und unterstrich das große Interesse an berufspolitischen Entwicklungen.
Traditionell wurden die neuen Arzneimittel des Jahres 2025 von PZ-Chefredakteur Sven Siebenand vorgestellt und pharmazeutisch eingeordnet. Zudem wurde der PZ-Innovationspreis 2026 an Krystal Biotech für das Gentherapeutikum Beremagen geperpavec (Vyjuvek®) verliehen.
Darüber hinaus rundeten die gut besuchten Partner-Symposien von Dr. Willmar Schwabe zum Thema Tinnitus und von Aboca zum Thema Sodbrennen und Magenschmerzen das Programm ab. Weitere praxisnahe Impulse für den Apothekenalltag lieferte das Seminar »Durchblick im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel« von Professor Dr. Mona Tawab vom Zentrallaboratorium der Deutschen Apotheker. Die botanisch-wissenschaftliche Exkursion führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Hinterpasseier.
Ergänzt wurde das Fachprogramm durch den erfolgreichen DPhG-Workshop für Studierende »Promovieren: Wie, wo und warum?«. Begleitet wurde die Fortbildungswoche zudem von einer wissenschaftlichen Ausstellung mit zahlreichen Mitmachaktionen an den Ständen, die den Teilnehmenden zusätzliche Einblicke und Austauschmöglichkeiten bot.