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PZ-Innovationspreis 2026
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Lokale Gentherapie ausgezeichnet

Das Medikament Vyjuvek® von der Firma Krystal Biotech hat den 32. Innovationspreis der Pharmazeutischen Zeitung erhalten. Es enthält mit Beremagen geperpavec eine Gentherapie zur Behandlung der dystrophen Epidermolysis bullosa. Aufgrund der extrem verletzlichen Haut der Betroffenen wird diese Erkrankung im Volksmund als Schmetterlingskrankheit bezeichnet. Beim Fortbildungskongress Pharmacon in Meran verkündete PZ-Chefredakteur Sven Siebenand den diesjährigen Preisträger.
AutorKontaktPZ
Datum 03.06.2026  12:45 Uhr

Insgesamt 38 neue Arzneistoffe aus dem Jahr 2025 hatte die achtköpfige Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Hochschulfachs Pharmazie und der Offizinapotheke – bewertet. Zudem hatten alle Apothekenteams die Möglichkeit, sich auf der Website der PZ an der Wahl des innovativsten Arzneistoffes zu beteiligen.

Von den im Jahr 2025 neu auf den Markt gekommenen Substanzen erfüllten 18 die Anforderungen an eine Sprunginnovation. Auf der Shortlist für den Preisträger 2026 standen am Ende neben Beremagen geperpavec Arzneistoffe aus verschiedenen Einsatzgebieten, unter anderem das bei der metabolisch-assoziierten Steatohepatitis zugelassene Resmetirom, die bei Hämophilie A und B zugelassenen Antikörper Concizumab und Marstacimab und die beiden ersten bei der Alzheimer-Krankheit zugelassenen Antikörper Donanemab und Lecanemab.

Für die Auszeichnung des Gentherapeutikums Beremagen geperpavec sprechen vielerlei Gründe. Die dystrophe Epidermolysis bullosa ist eine schwere und belastende genetische Erkrankung der Haut. »Beremagen geperpavec kann mit Fug und Recht als Meilenstein in der Behandlung dieser Erkrankung bezeichnet werden«, sagte PZ-Chefredakteur Sven Siebenand bei der heutigen Preisverleihung im Rahmen des Pharmacon Meran.

Es handelt sich um den ersten kausalen Therapieansatz und die erste lokale Gentherapie überhaupt, die von den Patientinnen und Patienten selber oder der pflegenden Person zu Hause angewendet werden kann. Die Daten, die zur Zulassung geführt haben, zeigen, dass unter Behandlung mit Beremagen geperpavec signifikant mehr Wunden vollständig abheilten. Damit ist auch ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität bei den Betroffenen erreicht.

»Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung in einem Therapiefeld, in dem es für diese schwer betroffenen Patientinnen und Patienten bisher keinen kausalen Therapieansatz gab«, betont Heike Grützmacher, General Manager DACH bei Krystal Biotech.

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