| Melanie Höhn |
| 16.09.2026 15:30 Uhr |
Osteoporose ist laut Janovsky ein häufig unterschätztes Thema, das insbesondere Frauen nach den Wechseljahren betreffe. Sie plädiert deshalb dafür, in der Apotheke diesbezüglich sensibel zu sein und Frauen gegebenenfalls zu einer Abklärung zu motivieren. Bei der Prävention gehe es nicht allein um Calcium, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, darunter Ernährung, Vitamin D, Bewegung und Knochenstruktur. Besonders wichtig sei Krafttraining; vor allem im Alter sei dieses essenziell. Die Apotheke könne dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Frauen motiviere, nicht nur auf Nahrungsergänzung zu setzen, sondern auch Bewegung und Muskelaufbau in den Blick zu nehmen.
Beim Thema Verstopfung beobachtet Janovsky, dass viele Kundinnen und Kunden vor allem nach einer schnellen Akutlösung suchen, obwohl die Beschwerden häufig schon länger bestehen würden. Deshalb müsse das Apothekenteam genauer nachfragen. Ein wichtiger Ansatzpunkt sei eine ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen. Flohsamen seien eine bewährte Möglichkeit, könnten ihre Wirkung aber insbesondere in Kombination mit weiteren Ballaststoffquellen entfalten. Bei Beschwerden wie Hämorrhoiden oder Analfissuren könne eine Beratung zur Stuhlregulierung zudem eine sinnvolle Ergänzung darstellen, da harter Stuhl die Beschwerden verstärken könne.
Über ihre Arbeit in der Apotheke schwärmte sie: »Ich bin der Meinung, dass wir in den Apotheken echt Helden sind. Ich mag für andere da sein. Ich möchte wirklich sagen, wenn ich am Ende des Tages nach Hause gehe, dass ich bei einzelnen Menschen etwas zum Positiven verändert habe.«