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KI in Apotheken
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Vom Kunden zum smarten Patienten

Apotheker und Mediziner, die keine KI nutzen, werden es in Zukunft schwer haben – davon zeigte sich Professor Dominik Pförringer auf der Expopharm überzeugt. Doch die Apothekerinnen und Apotheker könnten nicht durch die Technik ersetzt werden.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 16.09.2026  11:30 Uhr

KI erlebte in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Hype. Doch worauf müssen sich speziell die Apotheken einstellen? Darüber sprach Professor Dominik Pförringer, Orthopäde und Academic Director der TU München, am Dienstag auf der Expopharm in München.

Eingangs betonte Pförringer die Bedeutung der menschlichen Empathie in der Gesundheitsversorgung. Doch technische Anwendungen gewännen immer mehr an Bedeutung. »Apotheken sehen nicht mehr so aus wie früher. Es ist ein digitales Vorankommen, und auch die Patienten sind gut informiert«, sagte der Professor. Die KI greife immer mehr in den Alltag ein – auch im Gesundheitswesen.

Im Praxisalltag kämen Patienten immer wieder mit KI-generierten Informationen in die Apotheke. »Der Kunde wird zum smarten Patienten«, so Pförringer. »Der Patient sucht Convenience. Alles soll schnell und hochwertig verfügbar sein.« Der tradierte Apothekerberuf treffe auf eine neue Welt. Das verändere auch die Rolle des Apothekers.

Neue Realität

»Wir sind die letzte Generation, die noch ohne KI in der Apotheke gearbeitet hat«, so der Professor. Immer mehr neue Anwendungen würden eine Flut an neuen Patientendaten generieren. KI könne bei der Auswertung dieser Daten helfen. Außerdem sei sie schon jetzt aus der ganzen Wertschöpfungskette, von der Forschung bis zur Beratung, nicht mehr wegzudenken. Die Menschen wollten ihre Apotheke als Ansprechpartner vor Ort. Aber es sei ihnen auch wichtig, digital mit ihrer Apotheke in Kontakt treten zu können.

Apotheken hätten sich in der Vergangenheit oft bemüht, ihre Internetpräsenz für Suchmaschinen zu optimieren. Jetzt sei es auch wichtig, einen Onlineauftritt so zu gestalten, dass KI-Modelle wie ChatGPT auf sie zurückgreifen. Dafür sei es zum Beispiel sinnvoll, lange Texte auf der Website in kleine Absätze zu unterteilen.

»KI ist für die Medizin das, was Mathematik für Physik ist«, erklärte der Orthopäde. Ein Mediziner, der nichts von KI verstehe, werde es in Zukunft schwer haben. »Wir müssen diese neue Realität akzeptieren, nur dann kommen wir voran«, so Pförringer.

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