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Teamführung
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Chefs müssen auf ihre inneren Stimmen hören

Viele Führungskräfte handeln bei Konflikten im Affekt. Das geht meist nach hinten los. Wie es gelingen kann, ein Team souverän und glaubwürdig zu leiten, erklärten zwei Personalexpertinnen der Treuhand Hannover bei der Expopharm in München.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 16.09.2026  10:00 Uhr

Teams wünschen sich Klarheit, Orientierung und Sicherheit. Das haben Nele Bittner und  Anke Kunigkeit von der Steuerberatungsgesellschaft Treuhand Hannover bei ihrem Impulsvortrag auf der diesjährigen Expopharm in München hervorgehoben. Wie eine Führungskraft ihren Mitarbeitenden dieses Gefühl vermitteln kann, erläuterten die beiden Personalexpertinnen anhand eines Modells, das sich »inneres Team« nennt.

Das sei im Prinzip eine Metapher für die Pluralität des Menschen und bezeichne die inneren – manchmal sehr konträren – Stimmen, die sich während eines Konflikts in uns meldeten. Diese können von Verantwortung und Risikoscheue über Perfektionismus oder Antrieb bis hin zur Fürsorge reichen.

Lautes herunterregeln

»Dabei ist keine Stimme falsch«, so Bittner. »Wichtig ist, sie alle zu hören.« Sie vergleicht den inneren Dialog mit Reglern auf einem Soundboard. Dort sind einige Töne lauter zu hören als andere. Schenken Vorgesetzte nur den lautesten Stimmen Aufmerksamkeit, reagierten sie oft zu schnell, zu unüberlegt oder zu emotional, sagte Kunigkeit. Wer aber die leisen Player kenne, wirke gemäßigter, deeskalierender und verständnisvoller und vermeide auch klassische Führungsfallen wie: schnell alle entlasten, der Harmonie wegen schweigen oder kontrollieren, damit nichts schiefgeht.

Wer jedoch in sich selbst Klarheit schaffe, wirke auch nach außen klarer und strukturierter, schildern die beiden. So lasse sich ein wichtiges Anliegen auch besser kommunizieren. Konjunktive seien übrigens fehl am Platz. Stattdessen sei es zielführender, Probleme im Team so anzusprechen: »Mir ist aufgefallen, dass …« oder »Mir ist wichtig, dass … und deshalb vereinbaren wir jetzt Folgendes …«. Das Gute: Die Fähigkeit, alle Anteile in sich selbst hören zu lernen, lasse sich trainieren, versprechen Bittner und Kunigkeit.

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