| Alexandra Amanatidou |
| 16.09.2026 09:45 Uhr |
Die Apotheker Sven Lobeda und Karlo Heider stellen ihre KI-Lösungen auf der Expopharm 2026 in München vor. / © PZ / Alexandra Amanatidou
Zu Beginn des Panels bitten die Apotheker Lobeda und Heider das Publikum, einen QR-Code zu scannen und zu sagen, ob das Rezept gefälscht ist oder nicht. Es handelte sich um eine Fälschung. Viele haben es richtig erraten, einige aber wiederum nicht. Für diejenigen gäbe es ein KI-System, das auf die Auffälligkeiten des Rezepts hinweist.
Sie haben die Anwendung allein programmiert. Denn heutzutage müsse man kein Profi sein, um programmieren zu können. Mit Künstlicher Intelligenz könne man das bis zu einem gewissen Punkt selbst machen. Irgendwann bräuchte man jedoch eine Person, die sich professionell damit beschäftige, etwa was IT-Sicherheitsfragen angeht. »Learning by doing« ist das Motto des jungen Apothekers Heider.
Doch bei solchen KI-Anwendungen müssen Zuverlässigkeit und Datenschutz stimmen, warnen die beiden Apotheker und betonen, dass KI auch Risiken und Gefahren mit sich bringt. »Man muss sich bewusst sein, was man wie angeht und welche Daten man angibt«, sagt Heider und empfiehlt, sich dabei immer Hilfe zu holen. Außerdem müsse man »immer am Zahn der Zeit bleiben«, da sich die KI stets verbessere.
Deshalb laufe bei ihren KI-Modellen alles lokal im Browser und sei somit datenschutzkonform. Für sie ist ein »Pharmacist-first-Design« wichtig, also kein Produkt eines Entwicklers, der die Prozesse in der Apotheke nicht kennt.
Zu ihren »Goldenen Regeln« gehört trotzdem das Vier-Augen-Prinzip, das heißt, die Ergebnisse der KI müssen immer von einer Fachkraft geprüft werden. Auch die finale Entscheidung sollte immer von einem Menschen und nicht von der »Maschine« getroffen werden. »Was die KI nicht hat, ist das Bauchgefühl«, sagt Apotheker Lobeda.