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Pharmakotherapie der CED
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Da tut sich was!

Die Pharmakotherapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) befindet sich in einem grundsätzlichen Wandel. Innovative Therapien zielen nicht nur auf eine Schubreduktion, sondern auf die Mukosaheilung ab. Wie gelingt das?
AutorKontaktGerd Bendas
Datum 25.01.2026  08:00 Uhr

Einfluss der intestinalen Mikrobiota

Die intestinale Mikrobiota, das heißt die Gesamtheit der im intestinalen Bereich siedelnden Mikroorganismen, entfaltet in ihrer Homöostase einen starken Einfluss auf physiologische Prozesse und Abwehrreaktionen und wirkt somit auch auf die Steuerung des Immunsystems ein. Es ist bekannt und klar belegt, dass die Diversität der Mikrobiota bei Patienten mit CED eingeschränkt ist. Inwieweit dies eine Ursache oder eine Auswirkung der entzündlichen Erkrankungen ist, wird intensiv beforscht.

Es erscheint plausibel, die Beeinflussung der Mikrobiota als therapeutischen Ansatzpunkt aufzufassen, um über deren »Normalisierung« die Krankheitsursachen funktionell zu adressieren. So sollen Probiotika das Milieu der intestinalen Mikroorganismen direkt beeinflussen. Einzelne Studien konnten beweisen, dass bestimmte Probiotika bei CU, nicht aber bei MC die Phasen des Remissionserhalts verlängern können. Hervorzuheben hierbei ist der E.-coli-Stamm Nissle, der beim Remissionserhalt bei moderaten Verlaufsformen von CU keine Unterlegenheit gegenüber Mesalazin zeigte (21). Die Leitlinie zur Therapie der CU erwähnt positiv (5), dass damit in individuellen Fällen ein Induktionserhalt erreicht werden kann, das Probiotikum aber nicht zur Remissionsinduktion geeignet ist.

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