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Jan Reuter
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Apotheken »sind nicht der Paketbote der Pharmaindustrie«

Es ist ein guter Zeitpunkt, um in die Apotheke vor Ort an Empathie zu investieren, so der Apotheker und Youtuber Jan Reuter auf der Expopharm 2026 in München. Was Apotheken gegen den Versandhandel tun können, um mehr Kundinnen und Kunden zu erreichen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 17.09.2026  10:50 Uhr

»Wir sind nicht der Paketbote der Pharmaindustrie«, sagte Reuter und betonte, dass Apotheken heute ein Kompass für Kundinnen und Kunden seien. Gerade jetzt, wo es viele Deepfakes und Desinformation gibt. Auch seine YouTube-Videos wurden kopiert und von einigen Accounts auf der Social-Media-Plattform TikTok hochgeladen.

Angesichts von Deepfakes und Fachkräftemangel glaubt der Apotheker, dass es zum Statussymbol werden könnte, den Apothekerinnen, Apothekern und PTA während einer Beratung in die Augen schauen zu können.

»Die Apotheke ist kein Warenlager«

Es gebe eine steigende Nachfrage nach Prävention, dennoch weniger Versorgung und weniger Fachkompetenz. Dies sei ein guter Zeitpunkt, um in die Empathie der Apotheken vor Ort zu investieren. Zwar würden immer mehr Unternehmen wie dm oder Rossmann in den Versandhandel investieren, doch diese würden keine Expertise wie Apotheken mitbringen. Apotheken sollten versuchen, für die Menschen relevanter zu sein. Nicht jede Apotheke könne alle Waren immer vorrätig haben. »Die Apotheke ist kein Warenlager mit Kasse«, so Reuter.

Für Reuter sind Beratung, Prävention und treue Kundinnen und Kunden die Zukunft – genau das macht er in seiner Apotheke. So informiert er seine Kundinnen und Kunden zum Beispiel über Angebote ihrer Krankenkasse, etwa Blutdruckmessungen oder pharmazeutische Dienstleistungen (pDL). Auch mit YouTube-Videos und individueller Beratung versucht der Youtuber mit über 100.000 Followerinnen und Followern, seine treue Kundschaft zu halten.

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