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DAV-Chef Dittrich

»Wir werden keine Ruhe geben«

71 Prozent sind bereits Mitglied im Verbändeportal

71 Prozent sind bereits Mitglied im Verbändeportal

Auch zum 1. Juli steht ein regelrechter Umbruch in der Arzneimittelversorgung an. Dann geht das E-Rezept in der Region Berlin-Brandenburg offiziell an den Start, zum Jahreswechsel soll es dann bundesweit zur Pflicht werden. Dittrich sieht trotz einiger Unsicherheit große Chancen in der digitalen Versordnung. »Immer nur die Risiken in den Vordergrund zu stellen, wird unserem eigenen Anspruch nicht gerecht.« In diesem Zusammenhang warb Dittrich noch einmal für das Verbändeportal des DAV, das Apotheken »eine Alternative zu dauerhafter Abhängigkeit von kommerziell orientierten Angeboten Dritter bieten« soll. Über das Portal sollen Offizinen E-Rezepte abwickeln und weitere digitale Leistungen wie die Erstellung von Impfnachweisen übernehmen können. 71 Prozent der Inhaber hätten sich bereits auf mein-apothekenportal.de angemeldet. »Unser gemeinsamer Anspruch ist allerdings, dass sich möglichst alle zeitnah auf unserem Portal registrieren«, so Dittrich.

Dittrich verwies dabei auf eine Studie, die das Institut für Arbeit und Technik im Auftrag des Apothekerverbands Westfalen-Lippe erstellt hat. Eine Apotheke hat demnach auch im digitalen Zeitalter eine gute Perspektive, »allerdings nur dann, wenn sie die Potenziale der Digitalisierung konsequent nutzt«, betonte der DAV-Chef. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die meisten Patienten auch in Zukunft nicht auf den persönlichen Kontakt zur Apotheke verzichten wollten, und sei es über Telepharmazie. »Dann sind wir in unseren Apotheken dafür gut aufgestellt.«

 

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