| Lukas Brockfeld |
| 20.04.2026 09:00 Uhr |
Immer mehr deutsche Apotheken müssen schließen. / © Imago/Guido Schiefer
Das Apothekensterben setzte sich auch im ersten Quartal des Jahres 2026 fort. Eine Abfrage der PZ bei den Landesapothekerkammern zeigt, dass die Zahl der Apotheken in ganz Deutschland wieder deutlich zurückging. Zum Redaktionsschluss lagen zwar noch nicht zu allen Bundesländern Zahlen vor, doch die verfügbaren Daten zeigen eine eindeutige Tendenz.
Die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr, wie schwierig die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist. Politikerinnen und Politiker der Union versprechen daher immer wieder eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro. Aktuell ist allerdings noch unklar, wann und wie diese Erhöhung kommt. Gleichzeitig sieht das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine Erhöhung des Kassenabschlags um 30 Cent auf dann 2,07 Euro vor. »Zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Einsparungen in allen Leistungsbereichen erforderlich«, heißt es zur Begründung im Gesetzentwurf.
Die Apothekerschaft pocht seit Jahren auf eine wirtschaftliche Stärkung. »Wir vertrauen darauf, dass die dringend notwendige Anpassung noch in diesem Jahr erfolgt. Denn eine sichere Arzneimittelversorgung vor Ort ist keine Selbstverständlichkeit«, sagt beispielsweise Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer. »Wer sie erhalten will, darf nicht an den Apotheken sparen. Gerade junge Kolleginnen und Kollegen brauchen verlässliche politische Signale, dass sich die Übernahme oder Gründung einer Apotheke auch künftig lohnt.«