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Erstes Quartal  2026
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Zahlreiche Apothekenschließungen seit Jahresbeginn

Das Apothekensterben setzt sich auch im Jahr 2026 fort. Eine Abfrage der PZ zeigt, dass seit Jahresbeginn zahlreiche Apotheken aufgeben mussten. Noch ist unklar, ob und wie die von der Bundesregierung versprochene finanzielle Stärkung der Offizinen umgesetzt wird. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 20.04.2026  09:00 Uhr

Das Apothekensterben setzte sich auch im ersten Quartal des Jahres 2026 fort. Eine Abfrage der PZ bei den Landesapothekerkammern zeigt, dass die Zahl der Apotheken in ganz Deutschland wieder deutlich zurückging. Zum Redaktionsschluss lagen zwar noch nicht zu allen Bundesländern Zahlen vor, doch die verfügbaren Daten zeigen eine eindeutige Tendenz. 

  • In Bayern gab es im ersten Quartal 2026 neun Schließungen und drei Neueröffnungen. Damit gab es im Freistaat am 31. März 2026 noch 2611 Apotheken. 
  • In Berlin gab es sieben Schließungen und zwei Neueröffnungen. Damit gab es in der Hauptstadt am 31. März noch 668 Apotheken. 
  • In Brandenburg gab es vier Schließungen und keine Neueröffnung. Damit gab es in Brandenburg am 31. März noch 519 Apotheken.
  • In Bremen gab es keine Schließung und keine Neueröffnung. Damit gab es im kleinsten Bundesland am 31. März noch 118 Apotheken.
  • In Mecklenburg-Vorpommern gab es eine Schließung und keine Neueröffnung. Damit gab es im Nordosten am 31. März noch 350 Apotheken.
  • In Niedersachsen gab es fünf Schließungen und drei Neueröffnungen. Damit gab es im Nordwesten am 31. März noch 1620 Apotheken. 
  • In Nordrhein gab es sieben Schließungen und vier Neueröffnungen. Damit gab es im Kammerbezirk am 31. März noch 1893 Apotheken.
  • In Rheinland-Pfalz gab es sechs Schließungen und zwei Neueröffnungen. Damit gab es in Rheinland-Pfalz am 31. März noch 789 Apotheken. 
  • Im Saarland gab es keine Schließung und keine Neueröffnung. Damit gab es im kleinsten Flächenland am 31. März noch 249 Apotheken. 
  • In Sachsen gab es vier Schließungen und eine Neueröffnung. Damit gab es im Freistaat am 31. März noch 864 Apotheken.
  • In Schleswig-Holstein gab es drei Schließungen und keine Neueröffnung. Damit gab es im Norden am 31. März noch 551 Apotheken. 
  • In Westfalen-Lippe gab es neun Schließungen und keine Neueröffnung. Damit gab es in dem Kammerbezirk am 31. März noch 1604 Apotheken.

Die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr, wie schwierig die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken ist. Politikerinnen und Politiker der Union versprechen daher immer wieder eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro. Aktuell ist allerdings noch unklar, wann und wie diese Erhöhung kommt. Gleichzeitig sieht das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine Erhöhung des Kassenabschlags um 30 Cent auf dann 2,07 Euro vor. »Zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Einsparungen in allen Leistungsbereichen erforderlich«, heißt es zur Begründung im Gesetzentwurf. 

Die Apothekerschaft pocht seit Jahren auf eine wirtschaftliche Stärkung. »Wir vertrauen darauf, dass die dringend notwendige Anpassung noch in diesem Jahr erfolgt. Denn eine sichere Arzneimittelversorgung vor Ort ist keine Selbstverständlichkeit«, sagt beispielsweise Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer. »Wer sie erhalten will, darf nicht an den Apotheken sparen. Gerade junge Kolleginnen und Kollegen brauchen verlässliche politische Signale, dass sich die Übernahme oder Gründung einer Apotheke auch künftig lohnt.«

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