Nach einer Chemotherapie in der Schwangerschaft sollten Mutter und Kind konsequent und langfristig nachbetreut werden, um möglichen Langzeitfolgen gezielt vorzubeugen und sie frühzeitig zu erkennen. Dabei ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Onkologie, Gynäkologie, Pädiatrie und weiteren Fachrichtungen von zentraler Bedeutung.
Insbesondere spielt auch die individuelle Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle, sodass regelmäßige kinderärztliche Untersuchungen – einschließlich der Überprüfung von Wachstum, kognitiver Entwicklung und Organfunktionen – unerlässlich sind. Hierbei sollte besonders auf regelmäßige Hör- und Sehtests geachtet werden, um mögliche Beeinträchtigungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.
Nach einer Chemotherapie in der Schwangerschaft empfiehlt sich eine Langzeitnachsorge für Mutter und Kind, um möglichen Langzeitfolgen gezielt vorzubeugen. / © Getty Images/Jose Luis Pelaez Inc
Ebenso sollte die Mutter langfristig onkologisch und psychosozial begleitet werden; ergänzend sind internistische Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere im Hinblick auf Bluthochdruck, Diabetes sowie mögliche Herzerkrankungen bis hin zu Herzinsuffizienz von großer Bedeutung. Ziel ist es, körperliche und seelische Spätfolgen frühzeitig zu adressieren und eine bestmögliche Lebensqualität für Mutter und Kind sicherzustellen.
An der Universitätsklinik in Leipzig gibt es hierfür die »Cancer Survivorship Sprechstunde«, eine individuell abgestimmte, spezialisierte Langzeitnachsorge für ehemalige Krebspatientinnen und -patienten. Im Mittelpunkt steht ein ganzheitliches Versorgungskonzept, das medizinische, psychosoziale und präventive Aspekte berücksichtigt.
Das Angebot richtet sich an Personen, die im Alter von 0 bis 39 Jahren an Krebs erkrankt sind, unabhängig von ihrem heutigen Alter. Voraussetzung ist, dass die Krebserkrankung und -behandlung mindestens fünf Jahre zurückliegen.
Ziel der Sprechstunde ist es, Spätfolgen früh zu erkennen, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und Betroffene langfristig zu begleiten. Bei Unsicherheiten zur Eignung steht das Team beratend zur Verfügung.

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Die Behandlung von Schwangeren mit hämatologischer Malignität sollte in einem interdisziplinären Team erfolgen, das typischerweise folgende Fachrichtungen umfasst:
Eine Versorgung in spezialisierten Zentren wird empfohlen. Zudem ist es essenziell, die Patientinnen frühzeitig an ein solches Zentrum anzubinden, um eine bestmögliche Beratung zu ermöglichen und ein Vertrauensverhältnis zu schaffen.