Dass Demokratie bleibt, sei keine Selbstverständlichkeit. »Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, jede und jeder Einzelne von uns.« Gerade mit Blick auf die anstehenden Wahlen sei es wichtig, die eigene Stimme bei der Wahl zu nutzen, demokratisch wählen zu gehen und Haltung gegen Ausgrenzung zu zeigen.
»Lassen wir in unseren Apotheken keinen Platz für Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit oder die Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Sprache oder ihrer sexuellen Identität. Menschen kommen zu uns, weil sie Hilfe brauchen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen mit Respekt und Menschlichkeit zu begegnen – allen Menschen.«
Kreibich appelliert deshalb an jeden Einzelnen, mit den eigenen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, sie von der Bedeutung einer klaren Haltung zu überzeugen und darüber zu sprechen, warum Demokratie gerade für Gesundheitsberufe so wichtig ist.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) warnte neulich vor den Folgen einer AfD-Regierung bei einem Wahlkampfauftritt in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Das Bundesland dürfe »kein Experimentierfeld für Wutbürger werden«, sagte er. Laut Medienberichten sehen Experten die Folgen eines Wahlsieges der Partei für Sicherheitsbehörden und Landesverteidigung sehr kritisch.
Zudem warnen mehrere Politiker, unter anderem Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD), der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) sowie mehrere Polizeigewerkschaften vor den Folgen einer AfD-Regierung. Der MDR sieht seine Zukunft im Falle einer AfD-Regierung gefährdet.
Die PZ hat in den vergangenen Wochen ausführlich über die Positionen der Parteien in Sachsen-Anhalt berichtet. Als »vehemente Gegner der Online-Apotheke« bezeichnete sich Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Partei Die Linke. Sie betonte dabei die Bedeutung der Beratung, die in den Apotheken stattfindet. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze bezeichente die Vor-Ort-Apotheke als nicht ersetzbar. Zu den Maßnahmen, die er als Ministerpräsident ergreifen könnte, gehöre auch die Landapothekerquote, wie sie bereits in Mecklenburg-Vorpommern etabliert sei. Der Spitzenkandidat der SPD, Armin Willingmann, könnte sich eine Landapothekerquote vorstellen, um die ländliche Versorgungsstruktur zu stärken. Für Susan Sziborra-Seidlitz, die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, ist das Ziel eine vernetzte Gesundheitsversorgung. Dafür kann sie sich den Ausbau von kommunalen Gesundheitszentren in Sachsen-Anhalt vorstellen, zu denen auch Apotheken gehören würden.
Im September finden nicht nur die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, sondern auch die in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September statt. Zeitgleich finden in Berlin an diesem Tag die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) statt. Eine ausführliche Berichterstattung dazu folgt in den kommenden Tagen.