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Hypertonie
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Die Apotheke als Patienten-Coach

Täglich werden Patienten mit Bluthochdruck in der öffentlichen Apotheke beraten. Auch in Zukunft benötigt diese große Patientengruppe die fachliche Expertise der Apotheker, weil die Therapie komplex ist und ein qualitätsgesichertes Monitoring ein wichtiger Garant der Behandlung ist.
AutorKontaktKatja Renner
Datum 19.03.2026  09:00 Uhr

Ausblick auf die Rolle der Apotheke

Öffentliche Apotheken können einen entscheidenden Beitrag zur Früherkennung und Verbesserung der Blutdruckeinstellung sowie zur langfristigen Therapieadhärenz leisten. Sie sollten auch in Deutschland routinemäßig die pDL zu Blutdruckmessungen anbieten. Zukünftig soll es im Rahmen neuer pDL zur Prävention möglich sein, die bisherige pDL auch Patienten mit bisher unerkannter Hypertonie anzubieten – eine große Chance für die öffentliche Apotheke, sich weiter heilberuflich zu profilieren.

Dass Blutdruckmessungen in Apotheken wirksam zur Verbesserung der Situation beitragen, belegen zahlreiche Studien. So konnte gezeigt werden, dass Interventionen von Apothekern zur Blutdruckkontrolle den höchsten Effekt hatten, gefolgt von kommunalen Gesundheitshelfern. Medikationsanpassungen durch das Apothekenteam – in Absprache mit dem Arzt – konnten den Blutdruck um etwa sieben Einheiten senken. Damit sind pharmazeutische Interventionen etwa vergleichbar stark wirksam wie ein einzelnes Medikament (8, 9).

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